Vegas Golden Knights besiegen Carolina Hurricanes im NHL-Finalauftakt
Die Vegas Golden Knights gewinnen Spiel eins des NHL-Finals nach einem frühen Rückstand mit 5:4 gegen Carolina.
Die Carolina Hurricanes haben in den Stanley Cup Finals ein starkes Lebenszeichen gesendet. Das Team aus Raleigh setzte sich am Donnerstag in Spiel 2 vor heimischem Publikum im Lenovo Center mit 4:3 nach Verlängerung gegen die Vegas Golden Knights durch. Durch den hart umkämpften Heimsieg gleichen die Gastgeber die Best-of-Seven-Serie zum 1-1 aus.
Lange Zeit sah es so aus, als würden die Gäste aus Nevada nach ihrem Auftakterfolg auch das zweite Spiel der Finalserie für sich entscheiden. In den ersten 45 Minuten diktierten die Golden Knights das Geschehen auf dem Eis, während bei den Hausherren wenig zusammenlief. Brett Howden brachte Vegas mit einem starken Doppelpack in der 14. und 28. Minute auf die vermeintliche Siegerstraße.
Doch im Schlussdrittel stellten die Hausherren die Partie innerhalb von nur fünf Minuten komplett auf den Kopf. Logan Stankoven hauchte seinem Team in der 51. Minute mit einer überragenden Einzelleistung wieder Leben ein, bevor Mark Jankowski kurz darauf zum 2:2-Ausgleich traf. Eine hochdramatische Szene folgte in der Schlussphase: Ein vermeintlicher Treffer von Vegas nach einem Gestochere um Ivan Barbashev wurde wegen Torhüterbehinderung an Frederik Andersen aberkannt. Vegas-Coach John Tortorella nahm daraufhin eine Coaches Challenge, lag jedoch falsch. Die Folge war ein Powerplay für Carolina, das Jordan Staal eiskalt zur erstmaligen 3:2-Führung nutzte. Mark Stone rettete die Golden Knights 81 Sekunden vor der Schlusssirene schließlich noch in die Verlängerung.
In der entscheidenden Phase wurde Seth Jarvis zum großen Helden des Abends. Nach 3:56 Minuten in der Overtime nutzte der 24-jährige Kanadier ein weiteres Powerplay, zog nach Zuspiel von Shayne Gostisbehere über die linke Seite ab und versenkte den Puck unhaltbar für Vegas-Schlussmann Carter Hart. Jarvis lobte nach dem Spiel besonders die mentale Stärke seiner Mannschaft, die sich nach dem Rückstand nie aufgegeben und immer wieder Antworten gefunden habe.
Das Spiel schrieb zudem NHL-Geschichte: Erstmals überhaupt in einer Finalserie wurden die ersten beiden Begegnungen jeweils von einem Team gewonnen, das zuvor mit mehr als einem Tor in Rückstand lag. Statistisch glänzte bei den Gastgebern vor allem Gostisbehere mit zwei Vorlagen, während Goalie Andersen mit 23 Paraden ein sicherer Rückhalt war. Auf Seiten von Vegas verbuchten Howden mit zwei Toren und Mitch Marner mit zwei Assists die meisten Scorerpunkte.
Ein bitterer Wermutstropfen für die Gäste war der frühe Ausfall von Brayden McNabb. Der Verteidiger wurde bereits im ersten Drittel von einem harten Schuss von Nikolaj Ehlers im Gesicht getroffen und brach auf dem Eis zusammen. Er musste das Spiel umgehend abbrechen und wurde für weitere Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht.
Mit dem Serienausgleich im Rücken reisen die Hurricanes nun mit neuem Selbstvertrauen nach Nevada, wo in Kürze Spiel 3 der packenden Finalserie ansteht.
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