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Die Colorado Avalanche stehen als erstes Team in den Finals der Western Conference. Der amtierende Presidents-Trophy-Gewinner sicherte sich in Spiel fünf der Zweitrundenserie einen dramatischen 4:3-Erfolg nach Verlängerung gegen die Minnesota Wild. Dabei bewies die Mannschaft aus Denver enorme Moral und drehte in der heimischen Ball Arena einen deutlichen Drei-Tore-Rückstand, um die Playoff-Serie vorzeitig zu entscheiden.

Fehlstart, Sturm-Vorlagen und der entscheidende Torwartwechsel

Zu Beginn der Partie deutete alles auf ein sechstes Spiel hin. Die Gäste aus dem „State of Hockey“ legten einen Traumstart hin: Marcus Johansson und ein Doppelpack von Nick Foligno schockten die Hausherren in den ersten 20 Minuten. Besonders bemerkenswert aus deutscher Sicht: Der Augsburger Nico Sturm lieferte bei beiden Foligno-Treffern die Vorlage.

Die Avalanche-Bank reagierte prompt auf den 0:3-Rückstand und nahm den glücklosen Goalie Mackenzie Blackwood vom Eis. Für ihn rückte Scott Wedgewood zwischen die Pfosten — ein taktischer Schachzug, der sich als goldrichtig erweisen sollte, da die Defensive des Favoriten fortan keinen einzigen Gegentreffer mehr zuließ.

MacKinnon erzwingt die Verlängerung, Kulak wird zum Helden

Mit der neu gewonnenen Stabilität im Tor erwachte auch die Offensive zum Leben. Im Mitteldrittel markierte Parker Kelly den wichtigen Anschlusstreffer und brachte die Stimmung auf den Rängen zurück. In der Schlussphase zeigten die Avs dann ihre ganze Klasse: Jack Drury und Superstar Nathan MacKinnon glichen die Partie mit einem furiosen Doppelschlag aus und retteten ihr Team in die Verlängerung.

In der Overtime fackelten die Gastgeber nicht lange. Nach nicht einmal vier gespielten Minuten wurde Brett Kulak von seinen Mitspielern ideal freigespielt. Der Verteidiger ließ sich die Chance nicht entgehen, vollendete zum 4:3-Siegtreffer und sorgte für grenzenlosen Jubel in der Halle.

Warten auf den Gegner: Vegas oder Anaheim?

Nach dem 4:1-Seriensieg darf sich Colorado nun eine kurze Erholungspause gönnen, während die Konkurrenz noch auf dem Eis steht. Der Gegner für das anstehende Conference-Finale wird in der Serie zwischen den Vegas Golden Knights und den Anaheim Ducks ermittelt. Aktuell führen die Knights nach fünf absolvierten Partien knapp mit 3:2 und haben die besseren Karten auf das Duell mit der Avalanche.

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