Kanada erreicht Olympia-Finale: MacKinnon trifft spät gegen Finnland
Topfavorit Kanada dreht einen 0:2-Rückstand gegen Finnland und zieht ins olympische Eishockey-Finale ein. Nathan MacKinnon sorgt kurz vor Schluss für...
Das Warten hat ein Ende, das Trauma ist bewältigt: Die Eishockey-Nationalmannschaft der USA hat bei den Olympischen Winterspielen in Mailand die Goldmedaille gewonnen. In einem hochklassigen Finale gegen den ewigen Rivalen Kanada setzten sich die Amerikaner mit 2:1 nach Verlängerung (1:0, 0:1, 0:0, 1:0) durch. Zum Matchwinner avancierte Jack Hughes, der in der Overtime den entscheidenden Treffer markierte und seinem Land 46 Jahre nach dem legendären Miracle on Ice den dritten Olympiasieg bei den Herren sicherte.
Die 116. und letzte Entscheidung der Winterspiele bot genau das, was sich Fans der NHL-Elite erhofft hatten: Intensität, Härte und spielerische Klasse. Die US-Boys starteten druckvoll in die Partie. Zwar blieb ein früher Blitzstart trotz vier Schüssen in der ersten Minute zunächst unbelohnt, doch in der 7. Spielminute brach der Bann. Matt Boldy nutzte ein starkes Solo zur 1:0-Führung für das Team von den Vereinigten Staaten.
Kanada, angeführt von Ersatzkapitän Connor McDavid, tat sich lange schwer gegen das aggressive Forechecking des Gegners. Die Ahornblätter benötigten bis kurz vor Ende des zweiten Drittels, ehe Verteidiger-Star Cale Makar (39.) den viel umjubelten Ausgleich erzielte und die Partie wieder offen gestaltete. Die Entscheidung fiel schließlich in der 62. Minute: Jack Hughes beendete den Krimi in der Overtime und ließ die US-Bank explodieren.
Dass es überhaupt bis in die Verlängerung ging, hatten die Amerikaner vor allem ihrem Schlussmann zu verdanken. Connor Hellebuyck wuchs im Finale über sich hinaus. Der Goalie der Winnipeg Jets parierte insgesamt 42 Schüsse und trieb die kanadische Offensive zur Verzweiflung. Besonders im zweiten Abschnitt, als Kanada wütend anlief, und in direkten Duellen gegen den allein auf ihn zulaufenden McDavid (30.), hielt Hellebuyck sein Team im Spiel.
Für die Kanadier endet das Turnier mit einer bitteren Enttäuschung. Sie verpassten ihr zehntes Olympiagold und den ersten Triumph seit Sotschi 2014. Besonders schmerzhaft wog der Ausfall von Kapitän Sidney Crosby. Der 38-Jährige, der 2010 in Vancouver noch selbst den Siegtreffer in der Overtime gegen die USA erzielt hatte, konnte aufgrund einer im Viertelfinale erlittenen Unterkörperverletzung nicht mitwirken.
Der Sieg der Männer macht den amerikanischen Triumph in Mailand perfekt: Bereits zuvor hatten die US-Frauen ihr Finale gegen Kanada ebenfalls mit 2:1 nach Verlängerung gewonnen. Das politische Vorgeplänkel, angeheizt durch Kommentare von Wayne Gretzky und die angespannte politische Lage, rückte mit dem ersten Bully in den Hintergrund – auf dem Eis regierte der Sport, mit dem besseren Ende für die USA.
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