Auftakt nach Maß: NHL-Doppelpacker führt Deutschland zum Olympia-Sieg
Traumstart für das DEB-Team bei Olympia! Gegen Dänemark sorgten die deutschen NHL-Stars für Furore und einen verdienten 3:1-Sieg.
Das Rätselraten um die Marschroute ist beendet: Svenja Voigt, die seit 2018 in Nordamerika aktiv ist, schwört die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft der Frauen auf das bevorstehende Schwergewicht ein. Vor dem alles entscheidenden Viertelfinale bei den Olympischen Spielen gegen Kanada am Samstag (16.40 Uhr) mahnt die 21-jährige Angreiferin zur absoluten Wachsamkeit und hebt eine besondere Stärke des Gegners hervor.
Für die gebürtige Kölnerin ist das Aufeinandertreffen mit den Ahornblättern fast so etwas wie ein Heimspiel. Voigt steht, ebenso wie die Welcke-Zwillinge Lilli und Luisa, in der US-amerikanischen College-Liga NCAA für die St. Cloud State University auf dem Eis. Diese Erfahrung ist Gold wert: Die Sturmreihe bringt jene nordamerikanische Härte und Schnelligkeit mit, die gegen den Favoriten überlebenswichtig sein wird.
„Wir sind sehr effizient, auch im Forechecking“, analysiert die Offensivkraft die Stärken ihrer Formation. „Wir spielen einfach das schnelle Spiel, das man aus Amerika kennt.“ Genau diese Attribute muss die deutsche Auswahl nun auf das olympische Eis bringen, um gegen die Übermacht zu bestehen.
Die Erinnerungen an Kanada sind bei der jungen Stürmerin jedoch nicht nur positiv. Voigt blickt auf ihre erste Weltmeisterschaft zurück, bei der das DEB-Team eine schmerzhafte 0:7-Niederlage kassierte. „Das war ein sehr lehrreiches Spiel für mich, um zu sehen, wie groß der Schritt zu den Besten der Welt dann doch ist“, gesteht sie.
Für das kommende K.o.-Spiel warnt sie ihre Teamkolleginnen eindringlich: „Die Kanadierinnen sind brutal effizient in dem, was sie tun.“ Der Gegner habe „wahnsinnig viel Talent in seinen Reihen“. Die Devise für Samstag lautet daher: Defensiv kompakt stehen und vorne die wenigen Chancen eiskalt nutzen. Dass sich das deutsche Frauen-Eishockey seit jener Klatsche positiv entwickelt hat, macht jedoch Hoffnung auf ein engeres Match.
Zur Vorbereitung auf das Viertelfinale gehörte für das Team auch die nötige mentale Frische. Den freien Mittwoch nutzte die Mannschaft, um beim Eistanzen zuzuschauen – eine Disziplin, die auf den ersten Blick wenig mit dem physischen Eishockey zu tun hat. Doch Voigt sieht Parallelen: „Was die dort machen, ist schon crazy.“
Tatsächlich könnte die filigrane Technik sogar ein Vorteil sein. An ihrer Universität trainiert Voigt unter einer Trainerin, die Eiskunstlauf-Schlittschuhe trägt, um den Spielerinnen das perfekte Belasten der Kanten beizubringen. „Laufen möglichst effizient“ zu gestalten, ist im modernen Eishockey ein Schlüsselfaktor – vielleicht genau das Detail, das im Duell David gegen Goliath den Unterschied macht.
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