Gladbach-Boss Bonhof fordert im Rhein-Derby den ersten Saisonsieg
Nach null Punkten aus vier Spielen peilt Borussia Mönchengladbach im Rhein-Derby gegen Köln die sportliche Wende an.
Der 1. FC Köln geht mit erheblichen Personalsorgen in das richtungsweisende Rhein-Derby gegen Borussia Mönchengladbach. Nach den schweren Verletzungen von Thijs Dallinga und Ragnar Ache fehlt Trainer René Wagner das etatmäßige Sturmzentrum. Ein vereinsloser Ersatzspieler wurde kurzfristig nicht verpflichtet.
Die Länderspielpause entpuppte sich für die Kölner als teurer Fehltritt. Beim ernüchternden 2:2-Unentschieden in einem Testspiel gegen den Drittligisten Viktoria Köln verlor das Team binnen weniger Minuten seine beiden wichtigsten Angreifer. Thijs Dallinga erlitt einen Kreuzbandriss und fällt monatelang aus. Auch Ragnar Ache musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden und wird erst im November auf dem Platz zurückerwartet.
Damit verschärft sich die ohnehin angespannte sportliche Lage rund um das Geißbockheim. Mit lediglich vier Punkten aus den ersten vier Ligaspielen steht Trainer Wagner bereits unter Druck. Im anstehenden Duell mit den Fohlen muss ein Sieg her, um die Vereinsführung und das unruhige Umfeld zu besänftigen. Auch der Gegner reist hochmotiviert an, da Gladbach-Boss Bonhof im Rhein-Derby den ersten Saisonsieg fordert.
Nach Medienberichten sondierten die Kaderplaner um Geschäftsführer Sport Thomas Kessler zuletzt den Markt für vertragslose Spieler, entschieden sich dem Vernehmen nach jedoch gegen einen Transfer. Nun muss das bestehende Personal die personelle Lücke im Angriff füllen. Die wohl besten Karten auf einen Einsatz in der Startelf hat Marius Bülter. Der 33-Jährige startete in der vergangenen Saison mit zwei Toren in zwei Spielen als Mittelstürmer, verlor seinen Stammplatz jedoch im Saisonverlauf. Zuletzt war der 1,88 Meter große Routinier als Backup für Said El Mala auf dem linken Flügel eingeplant.
El Mala selbst stellt eine weitere Alternative dar, da er bereits in der abgelaufenen Spielzeit mehrfach neben Bülter als zweite Spitze auflief. Der 1,87 Meter große Neu-Nationalspieler bringt eine hohe Abschlussqualität mit, wenngleich er bei seinen Einsätzen in der Nations League zuletzt nicht glänzen konnte. Um die plötzliche Offensivflaute zu kompensieren, denkt das Trainerteam offenbar über eine Umstellung auf eine Doppelspitze nach. In einem System mit zwei Angreifern rückt auch Luca Waldschmidt als zusätzlicher Kandidat in den Fokus.
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