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Der AC Mailand hat mit sofortiger Wirkung Cheftrainer Massimiliano Allegri sowie nahezu die komplette sportliche Führungsebene entlassen. Der italienische Traditionsklub zieht damit die drastischen Konsequenzen aus dem bitteren Verpassen der Champions League am letzten Spieltag der Serie A.

Neben dem 58-jährigen Übungsleiter müssen auch Geschäftsführer Giorgio Furlani, Sportdirektor Igli Tare und der Technische Direktor Geoffrey Moncada ihre Koffer packen. Wie der Klub aus der Lombardei am Montag offiziell bestätigte, wurden alle genannten Entscheidungsträger von ihren Aufgaben entbunden. Lediglich Vereins-Berater Zlatan Ibrahimovic bleibt von dem historischen Rundumschlag verschont und behält seine Position in der Chefetage.

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Dramatisches Finale gegen Cagliari kostet die Königsklasse

Auslöser für das personelle Beben war der sportliche Kollaps am vergangenen Wochenende. Dem Team rund um den als Leihgabe verpflichteten deutschen Stürmer Niclas Füllkrug hätte am finalen Spieltag gegen Cagliari Calcio bereits ein Unentschieden gereicht, um das Ticket für die europäische Beletage zu buchen. Doch die Rossoneri verspielten die sicher geglaubte Qualifikation durch eine unerwartete 1:2-Niederlage.

Statt der fest eingeplanten Millionen-Einnahmen, die die Mailänder nun zum zweiten Mal in Serie verpassen, bleibt dem Tabellenfünften in der kommenden Spielzeit nur der bittere Gang in die Europa League.

Vertragspoker platzt: Allegri fassungslos über den Absturz

Besonders folgenschwer ist der Ausgang für Massimiliano Allegri. Der erfahrene Taktiker hatte im Vorfeld stets betont, dass die Top-Vier-Platzierung das absolute Mindestziel der Saison darstelle. Wäre dieser Plan aufgegangen, hätte sich das Arbeitspapier des Trainers nach seiner Rückkehr automatisch um ein weiteres Jahr verlängert.

Nach dem Schlusspfiff zeigte sich der Italiener tief getroffen: „Ich bin enttäuscht und wütend. Wir hatten nicht damit gerechnet, die Champions League zu verpassen.“ Dabei befand sich der Lombarden-Klub über weite Strecken der Saison sogar im engsten Rennen um den Meistertitel, den sogenannten Scudetto. In der offiziellen Stellungnahme des Vereins wurde dieser späte Absturz scharf kritisiert: Die Schlussphase der Saison sei im Vergleich zu den starken Auftritten im Vorfeld völlig unbeständig verlaufen.

Das Scheitern auf den letzten Metern zwingt den 19-fachen italienischen Meister nun zum kompletten Neuanfang. Eine umfassende Reorganisation des Fußballbetriebs sei unausweichlich, teilte der Klub mit. Wer künftig an der Seitenlinie und im Management das Sagen haben wird, ließ der Verein vorerst offen.

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