Ernste juristische Konsequenzen für Achraf Hakimi: Der marokkanische Nationalspieler und Profi von Paris Saint-Germain muss sich wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung vor Gericht verantworten. Dies bestätigte die zuständige Staatsanwaltschaft im französischen Nanterre am Dienstag.

Wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Anwältin des Spielers berichtet, wird das Verfahren gegen den 27-Jährigen nun offiziell eröffnet. Im Zentrum der Anklage steht ein Vorfall aus dem Februar 2023, bei dem Hakimi eine damals 24-jährige Frau vergewaltigt haben soll. Der ehemalige Bundesliga-Profi, der zwei Jahre lang das Trikot von Borussia Dortmund trug, bestreitet die Anschuldigungen vehement.

Hakimi reagiert via Social Media auf Anklage

Der Rechtsverteidiger von Paris Saint-Germain äußerte sich umgehend auf der Plattform X (ehemals Twitter) zu den aktuellen Entwicklungen. Hakimi betonte seine Unschuld und kritisierte die Mechanismen der öffentlichen Vorverurteilung. "Heutzutage reicht ein Vergewaltigungsvorwurf aus, um einen Prozess zu rechtfertigen", schrieb der WM-Vierte von 2022. Er fügte hinzu, dass er den Vorwurf bestreite und "alles zeigt, dass er falsch ist".

Trotz der Schwere der Vorwürfe gibt sich der Spitzenverdiener des französischen Hauptstadtklubs nach außen hin gefasst. Er blicke gelassen auf das kommende Verfahren, da dieser Prozess "die Möglichkeit bieten wird, dass die Wahrheit ans Licht kommt". Hakimi steht seit 2021 bei PSG unter Vertrag und zählt zu den stärksten Außenverteidigern der Welt.

Hintergrund: Ermittlungen laufen seit 2023

Der Fall ins Rollen kam bereits im Frühjahr 2023. Die betroffene junge Frau hatte damals bei der Polizei ausgesagt, von dem Fußballstar vergewaltigt worden zu sein, verzichtete jedoch zunächst auf eine formelle Strafanzeige. Aufgrund der Schwere des Delikts nahm die Staatsanwaltschaft dennoch Ermittlungen auf.

Die Verteidigung des Ex-Dortmunders fährt indes eine klare Strategie. Hakimis Rechtsbeistand wirft der Klägerin vor, die Ermittlungen behindert zu haben, unter anderem durch die Verweigerung medizinischer Untersuchungen. Wann genau der Prozessauftakt stattfinden wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht terminiert. Für Hakimi gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.

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