FC Augsburg besiegt Werder Bremen – Kade-Doppelpack sichert Auswärtssieg
Ein Kade-Doppelpack lässt Werder Bremen weiter um den Klassenerhalt zittern. Der FC Augsburg siegt souverän mit 3:1.
Der FC Bayern München ist am Samstagnachmittag in der Fußball-Bundesliga nur haarscharf an einer Sensation vorbeigeschrammt. In einem wahren Tor-Spektakel erkämpfte sich der deutsche Rekordmeister gegen das Tabellenschlusslicht 1. FC Heidenheim erst in der zehnten Minute der Nachspielzeit ein 3:3 (1:2)-Unentschieden. Der eingewechselte Franzose Michael Olise bewahrte die Roten mit seinem Treffer in letzter Sekunde vor einer empfindlichen Heimpleite.
Nach der kräftezehrenden 4:5-Niederlage in der Champions League gegen Paris Saint-Germain rotierte Bayern-Cheftrainer Vincent Kompany seine Startelf gleich auf sieben Positionen. Die neu formierte Münchener Mannschaft startete zwar dominant, ließ jedoch den nötigen Zug zum Tor vermissen. Dies bestrafte der freche Außenseiter eiskalt: Budu Zivzivadze nutzte nach 22 Minuten direkt den ersten Torschuss der Gäste zur Führung. Nur neun Minuten später erhöhte Eren Dinkci nach einem blitzsauberen Konter sogar auf 2:0 für die Ostalbstädter. Die Münchener Hintermannschaft um Keeper Jonas Urbig wirkte in dieser Phase unsortiert.
Wer nun glaubte, das Schlusslicht hätte den Rekordmeister gebrochen, sah sich getäuscht. Noch vor dem Pausenpfiff zirkelte Leon Goretzka einen Freistoß zum 1:2-Anschlusstreffer ins Netz (44.). Der erfahrene Mittelfeldmotor war es auch, der in der 57. Minute den zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich besorgte. Doch anstatt das Spiel nun endgültig zu drehen, schlug Heidenheim durch Zivzivadzes zweiten Streich (76.) abermals zu und stellte auf 3:2. Erst als Kompany seine personelle erste Garde um Harry Kane und Michael Olise von der Bank brachte, nahm der Dauerdruck der Gastgeber entscheidend zu.
Die Erlösung für die Kompany-Elf fiel schließlich in der 90.+10. Minute, als der pfeilschnelle Olise zum viel umjubelten, aber letztlich glücklichen 3:3 einschob. Dennoch bleiben nach dem erneuten Gegentor-Festival viele Fragen offen: Elf Gegentreffer in den letzten drei Pflichtspielen sind für Münchener Ansprüche deutlich zu viel. Für die tapfer kämpfende Mannschaft von Trainer Frank Schmidt war es im 100. Bundesliga-Spiel der Vereinsgeschichte ein Achtungserfolg. Mit 23 Punkten bleibt der FCH zwar auf dem letzten Tabellenplatz, sendet im Kampf um den Klassenerhalt aber ein kräftiges Lebenszeichen im Fernduell mit dem VfL Wolfsburg und dem FC St. Pauli.
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