FC Bayern München: Manuel Neuer plant baldige Zukunftsentscheidung
Vor dem Champions-League-Duell gegen Real Madrid spricht Bayern-Kapitän Manuel Neuer offen über seine Zukunftsplanung.
In der kommenden Saison könnte die höchste deutsche Spielklasse Geschichte schreiben: Unter bestimmten Voraussetzungen haben bis zu zehn Mannschaften die Chance, sich für das internationale Geschäft zu qualifizieren. Möglich wird dieses historische Szenario durch ein komplexes Zusammenspiel aus der Tabellenkonstellation, dem DFB-Pokal, der UEFA-Jahreswertung und potenziellen Titelgewinnen auf europäischer Bühne.
Grundsätzlich stehen dem deutschen Fußball sieben feste Tickets für den Europapokal zur Verfügung. Diese verteilen sich regulär auf vier Fix-Starter in der Gruppenphase der Champions League, zwei Teams in der Europa League (der DFB-Pokalsieger sowie ein weiteres Team über die Liga) und einen Vertreter in den Playoffs der Europa Conference League.
Eine erste Verschiebung der internationalen Startplätze ergibt sich traditionell über den nationalen Pokalwettbewerb. Im Halbfinale stehen sich unter anderem Bayer Leverkusen und Bayern München sowie der VfB Stuttgart und der SC Freiburg gegenüber. Gewinnt am Ende ein Team den DFB-Pokal, das sich über die Liga ohnehin schon für die Königsklasse oder die Europa League qualifiziert hat, verfällt das Pokal-Ticket nicht. Stattdessen rückt der entsprechende Startplatz in der Bundesliga-Tabelle einen Rang nach unten. Wichtig hierbei: Der unterlegene Finalist geht im Gegensatz zu früheren Regelungen leer aus.
Noch spannender wird es, wenn deutsche Vereine internationale Titel holen. Die UEFA belohnt die Gewinner ihrer Wettbewerbe mit einem automatischen Startrecht für die Folgesaison. Der Sieger der Champions League und der Sieger der Europa League erhalten jeweils einen Platz in der Königsklasse, während der Conference-League-Sieger in die Europa League aufsteigt.
Der entscheidende Faktor für einen Zuwachs an deutschen Startplätzen: Die Titelträger dürfen in der Bundesliga keinen Europapokalplatz belegen. Ein Champions-League-Sieg des FC Bayern würde der Liga keinen weiteren Platz bescheren, da die Münchner ohnehin in den Top 4 landen. Würde jedoch beispielsweise der SC Freiburg die Europa League gewinnen und der 1. FSV Mainz 05 die Conference League – und beide beenden die Saison außerhalb der Top 7 –, erhielte Deutschland zwei waschechte Extra-Tickets.
Der Weg zum ultimativen Rekord führt über die UEFA-Saisonwertung. Die beiden Nationen, deren Klubs im Schnitt die meisten Punkte sammeln, erhalten einen fünften Champions-League-Startplatz. Im Gegensatz zu den Titelgewinnen wird dieser Platz dem Tabellenfünften zusätzlich gewährt und schiebt alle weiteren Qualifikationsränge nach unten durch.
Tritt nun das Maximalszenario ein – Deutschland holt den Extra-Platz über die Jahreswertung, Freiburg gewinnt die Europa League (landet auf Platz 8) und Mainz holt die Conference League (landet auf Platz 9) –, greift eine bemerkenswerte Kettenreaktion. Die regulären Plätze für die Europa League und Conference League werden über die Europapokal-Helden hinweg nach unten weitergereicht. In diesem spektakulären Fall dürfte am Ende der Saison sogar der Tabellenzehnte der Bundesliga die Koffer für eine Europareise packen.
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