Der FC Bayern München muss sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einen deutschen Gegner im Achtelfinale der Champions League einstellen. Nach den Hinspiel-Siegen von Borussia Dortmund gegen Atalanta Bergamo (2:0) und Bayer Leverkusen bei Olympiakos Piräus (2:0) steuern beide Bundesligisten auf die Runde der letzten 16 zu. Dort wartet auf einen der beiden Qualifikanten der deutsche Rekordmeister, während der andere Kontrahent auf den Premier-League-Spitzenreiter FC Arsenal treffen wird.

Brisante Konstellation in der Königsklasse

Die Ausgangslage vor der finalen Festlegung des Turnierbaums ist für die deutschen Vertreter äußerst spannend. Sollten der BVB und die Werkself ihre Rückspiele in den Playoffs erfolgreich gestalten, kommt es zwangsläufig zu einem rein deutschen Kräftemessen in der K.o.-Phase. Welches Team genau den schweren Gang nach München antreten muss und wer sich mit den „Gunners“ aus London misst, entscheidet sich am 27. Februar. Dann wird ausgelost, wer in der oberen und wer in der unteren Hälfte des Turnierbaums platziert wird.

Kurioser Spielplan: Dreifaches Duell in einer Woche

Sowohl bei einer Paarung mit Bayer Leverkusen als auch beim „German Clásico“ gegen die Schwarz-Gelben steht dem FC Bayern eine außergewöhnliche Woche bevor. Da das Achtelfinale für den 10./11. und 17./18. März angesetzt ist und dazwischen ein Bundesliga-Spieltag liegt, käme es zu drei direkten Aufeinandertreffen innerhalb von nur acht Tagen.

Besonders brisant wäre eine Neuauflage gegen den amtierenden Meister aus Leverkusen. Bereits in der Vorsaison setzten sich die Münchner im Europapokal souverän mit 3:0 und 2:0 gegen die Rheinländer durch. Am 14. März steht zudem das reguläre Ligaspiel der beiden Top-Klubs an. Auch gegen die Dortmunder würde der Kalender ähnliche Kapriolen schlagen: Das Bundesliga-Duell findet bereits am 28. Februar statt, kurz darauf würden die beiden Champions-League-Partien folgen. Ein internationales K.o.-Spiel gegen die Borussia weckt zudem Erinnerungen an das legendäre Finale von Wembley 2013.

Weg nach Budapest: Arsenal erst im Finale möglich

Eine klassische Auslosung für jede Runde entfällt in diesem Jahr. Der Turnierbaum steht für die gesamte K.o.-Phase weitestgehend fest. Dies bedeutet auch, dass die beiden dominierenden Teams der Ligaphase, der FC Bayern und der FC Arsenal, erst im Endspiel am 30. Mai in Budapest aufeinandertreffen können. Ein vorzeitiges Ausscheiden gegeneinander ist somit ausgeschlossen. Ein weiterer Vorteil für die beiden Top-Teams: Sowohl die Elf von Vincent Kompany als auch die Londoner genießen bis einschließlich zum Halbfinale im Rückspiel Heimrecht – ein nicht zu unterschätzender Faktor auf dem Weg zum Titel.

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