Vor dem vierten Spieltag der reformierten Champions League zeigt sich für die Bundesligisten ein zweigeteiltes Bild. Während der VfB Stuttgart am Dienstagabend den ersten großen Schritt in Richtung Zwischenrunde gehen kann, stehen Bayern München und Borussia Dortmund vor richtungsweisenden Aufgaben. Die jüngsten Berechnungen zeigen klar auf, welche Punktzahlen für das Überleben in der Ligaphase zwingend nötig sind.

Stuttgart auf Kurs: Historische Daten mahnen zur Vorsicht

Der VfB Stuttgart geht nach drei absolvierten Spieltagen als bester deutscher Vertreter in die anstehenden Duelle. Nach Siegen gegen Viking Stavanger und Slovan Bratislava sowie einem Unentschieden gegen Atlético Madrid belegen die Schwaben mit sieben Punkten den sechsten Tabellenplatz. Gewinnt die Mannschaft am Dienstagabend im frühen Spiel um 18:45 Uhr bei Galatasaray, springt das Punktekonto auf zehn Zähler.

Laut 50.000 Simulationen des Datendienstleisters „Opta“ reicht diese Ausbeute zu 99 Prozent für das Erreichen der Zwischenrunde der besten 24 Teams. Dass das neue Format jedoch tückisch bleibt, wissen die Schwaben aus eigener Erfahrung: In der ersten Saison nach der Reform (2024/25) reichten dem VfB zehn Punkte nur für den 26. Platz. Auch Dinamo Zagreb scheiterte damals trotz elf gesammelter Zähler denkbar knapp als Tabellenfünfundzwanzigster.

BVB hinkt hinterher – Druck auf Bayern München wächst

Deutlich angespannter ist die Lage bei Borussia Dortmund. Nach der Niederlage auf dem Kunstrasen des FK Bodö/Glimt steht der BVB aktuell mit sechs Punkten auf dem 13. Tabellenplatz. Um den direkten Einzug in das Achtelfinale der besten Acht zu schaffen, errechnete der Computer 17 Punkte für eine hundertprozentige Sicherheit. In den vergangenen beiden Spielzeiten genügten in der Realität jeweils 16 Zähler für die Top 8.

Die Dortmunder benötigen aus den verbleibenden fünf Partien somit voraussichtlich noch drei Siege und ein Unentschieden. Den Anfang soll am Mittwochabend ein Heimsieg gegen Real Betis machen. Auch der FC Bayern München steht vor dem vierten Spieltag massiv unter Zugzwang, um im dichten Tabellenmittelfeld nicht den Anschluss zu verlieren. Angesichts der hohen sportlichen Anforderungen blicken die Münchner offenbar bereits auf mögliche Verstärkungen. So gilt aktuell Martin Ödegaard als offen für einen Transfer zum FC Bayern, was dem Kader mittelfristig mehr Stabilität in der Königsklasse verleihen könnte.

Verwandte Beiträge