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Die deutsche Nationalmannschaft hat ihr Testspiel gegen Finnland in Mainz souverän mit 4:0 gewonnen. Im Hinblick auf die kommende Weltmeisterschaft nutzten dabei vor allem aufstrebende Talente wie Nathaniel Brown, Felix Nmecha und Karl die Chance, sich bei Bundestrainer Julian Nagelsmann nachhaltig für die Startelf zu empfehlen.

Überraschung auf der Linksverteidiger-Position

Eigentlich galt die Hierarchie auf der linken Abwehrseite als fest zementiert. Doch beim deutlichen Erfolg gegen die Skandinavier stand überraschend Nathaniel Brown in der Startformation – und absolvierte gleich die vollen 90 Minuten. Der pfeilschnelle Verteidiger von Eintracht Frankfurt, der im Vorfeld des Trainingslagers in Herzogenaurach noch bescheiden seine Rolle als Backup akzeptiert hatte, zeigte eine beeindruckende Leistung. David Raum, der etatmäßige Stammspieler auf dieser Position, verfolgte das Geschehen komplett von der Bank aus.

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Julian Nagelsmann begründete diese Entscheidung unter anderem mit leichten körperlichen Beschwerden bei Raum, der am Ende der vergangenen Bundesliga-Saison mit Leistenproblemen zu kämpfen hatte. Gleichzeitig hob der Bundestrainer die Qualitäten seines Herausforderers hervor. Der junge Frankfurter besticht durch hohes Tempo, starke Leistungen im direkten Eins-gegen-Eins und seine Fähigkeit, offensiv gefährlich im Halbraum zu agieren.

Offensivdrang schlägt Routine im Kampf um die WM-Tickets

Während der routiniertere Raum als klassischer Flügelspieler eher die Nähe zur Seitenlinie sucht und mit starken Sprintwerten glänzt, bringt der in der Mannschaft nur Nene gerufene Brown eine andere taktische Note in das deutsche Spiel. Nach den jüngsten Eindrücken scheint das Rennen um den Stammplatz für das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko völlig offen. Nagelsmann stellte auf der anschließenden Pressekonferenz unmissverständlich klar, dass beide Akteure das Potenzial für die erste Elf besitzen.

Bereits am kommenden Montag bietet sich die nächste Gelegenheit zur Bewährung. In einem zweiten, nicht-öffentlichen Testspiel gegen die Finnen über zweimal 25 Minuten dürfte dann David Raum seine Chance bekommen, den Konkurrenzkampf neu zu entfachen. Klar ist jedoch schon jetzt: Der Leistungsdruck im Kader wächst, und die junge Generation drängt mit Macht in den Fokus.

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