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Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) sieht sich nach dem historisch schwachen Abschneiden bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko mit massiven finanziellen Einbußen konfrontiert. Das frühe Ausscheiden der Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale reißt ein geplantes Loch von knapp zehn Millionen Euro in die Verbandskasse.

Rote Zahlen nach frühem K.-o.

Die überraschende Niederlage nach Elfmeterschießen gegen den krassen Außenseiter Paraguay beendete nicht nur die sportlichen Träume, sondern zerstörte auch die Kalkulationen des Dachverbandes. Wie DFB-Schatzmeister Stephan Grunwald bestätigte, liegt das Defizit aktuell bei geplanten 9,4 Millionen Euro. Die finalen Abrechnungen und das exakte Ist-Ergebnis werden für den kommenden Herbst erwartet.

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Bemerkenswert dabei: Der Verband hatte im Vorfeld durchaus konservativ gewirtschaftet. Prämienzahlungen an die Spieler wären ohnehin erst ab dem Erreichen des Achtelfinales fällig geworden. Dennoch räumte Grunwald ein, dass der DFB erst bei einem Einzug in das WM-Finale überhaupt in die Gewinnzone vorgestoßen wäre.

Nagelsmann-Abfindung treibt die Kosten

Zu dem ohnehin schon schmerzhaften Millionen-Minus kommen nun weitere erhebliche Belastungen, die in der bisherigen Bilanz noch gar nicht berücksichtigt sind. Das Aus des bisherigen Bundestrainers zieht teure Nachwehen mit sich. Für die vorzeitige Trennung von Julian Nagelsmann und seinem Betreuerstab werden Abfindungen in Höhe von rund 6,8 Millionen Euro fällig, die als Sondereffekte gesondert verbucht werden müssen.

Gleichzeitig könnte die Suche nach einem Nachfolger das Budget weiter strapazieren. Wunschkandidat Jürgen Klopp steht derzeit als Head of Global Soccer bei Red Bull unter Vertrag. Neben dem Gehalt für den Erfolgscoach würde hier voraussichtlich auch eine millionenschwere Ablösesumme fällig werden.

Verband erzwingt strikten Sparkurs

Trotz der angespannten Lage bemüht sich die Finanzspitze um Beruhigung. Der Gesamthaushalt sei weiterhin auf eine schwarze Null ausgelegt. Um die enormen Verluste und die zusätzlichen Trainer-Kosten aufzufangen, setzt der DFB den Rotstift an. Laut Grunwald habe man die Möglichkeit, andere Projekte bei Bedarf herunterzufahren oder zu skalieren, um die finanzielle Stabilität zu gewährleisten. Wie tief die Einschnitte im Detail ausfallen, wird die Hochrechnung nach der Sommerpause zeigen.

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