Bundestrainer Klopp rüffelt Ballack wegen Kimmich: „Absolut pietätlos“
Bundestrainer Jürgen Klopp verteidigt DFB-Kapitän Joshua Kimmich und verurteilt eine Nachfrage von Michael Ballack scharf.
Unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp weht in der deutschen Nationalmannschaft ein frischer Wind. Nach überzeugenden Auftritten des DFB-Teams in Abwesenheit von Joshua Kimmich im zentralen Mittelfeld gerät der 31-jährige Kapitän öffentlich massiv unter Druck.
Der ehemalige Nationalspieler Dietmar Hamann sieht für den Star des FC Bayern München keine Zukunft mehr als Spielführer. Er geht davon aus, dass aufstrebende Talente Kimmich schon bald dauerhaft aus der Startelf der Nationalelf verdrängen werden.
In den jüngsten Länderspielen gegen Serbien (2:0) und Griechenland (0:0) überzeugte die DFB-Auswahl im Zentrum durch Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof. Diese gewonnene Dynamik nutzte Hamann für eine scharfe Analyse bei „RTL/Sky Sport“. Er habe sogar erwartet, dass der Bayern-Profi bereits im Sommer aus der Nationalmannschaft zurückgetreten wäre. „Er war jetzt bei fünf Turnieren, davon sind wir viermal früh ausgeschieden. Wie viele Chancen will er denn noch haben?“, fragte der 53-jährige TV-Experte. Trotz erster Gegenstimmen zur anhaltenden DFB-Kritik bleibt Hamann bei seiner harten Linie.
Zwar sprach Hamann dem 31-Jährigen seine fußballerischen Qualitäten nicht ab, verwies aber auf die jüngere Vergangenheit. So hätten Julian Nagelsmann sowie die aktuellen Trainer des FC Barcelona und der englischen Nationalmannschaft den Münchner allesamt als Rechtsverteidiger eingesetzt. Für Hamann ist dies der klare Beweis, dass Kimmich im zentralen Mittelfeld nicht das absolute internationale Top-Niveau verkörpert.
Das Zentrum sei der Bereich, in dem Spiele entschieden werden. Drei Trainer mit herausragenden Fähigkeiten hätten Kimmich dort abgezogen, argumentierte der Ex-Profi weiter. Stünde morgen ein EM-Finale an, würden laut Hamann zweifellos Felix Nmecha und Pavlovic in der Zentrale beginnen. Unter diesen Voraussetzungen sieht der TV-Experte keine Basis für eine weitere Amtszeit Kimmichs als Spielführer. Die Kapitänsfrage werde sich schlicht „von selbst erledigt, weil andere spielen werden“.
Die Diskussion fällt in eine richtungsweisende Phase für Bundestrainer Jürgen Klopp. Die nächsten Härtetests warten bereits im November, wenn die DFB-Elf am 13. November erneut auf Serbien trifft und drei Tage später die Niederlande empfängt. Dann wird sich zeigen, ob die Binde tatsächlich weiterwandert und wie kämpferisch sich der amtierende Kapitän in dieser Situation positioniert.
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