Niko Ilicevic hat im Trikot von Eintracht Frankfurt Bundesliga-Geschichte geschrieben. Mit seiner Einwechslung im Ligaspiel gegen den Hamburger SV avancierte der Mittelfeldspieler im Alter von 16 Jahren und einem Tag zum jüngsten Akteur der Historie. Dabei hinterließ das Nachwuchstalent sofort mächtig Eindruck auf dem Platz.

Rasante erste Minuten im Profifußball

Die Partie gegen die Hanseaten befand sich bereits in der Schlussphase, auf der Anzeigetafel stand ein 3:1 für die Hessen, als Trainer Adi Hütter den Teenager aufs Feld schickte. Gemeinsam mit Routinier Mario Götze wartete das Talent an der Seitenlinie, bevor er bei exakt 92:02 Minuten den Rasen betrat. Bereits wenige Sekunden nach Spielfortsetzung sicherte sich der Neffe von Ex-Profi Ivo Ilicevic im Mittelfeld seinen ersten Ballkontakt. Nach 92:46 Minuten zog der Debütant nach einem feinen Solo ab und verfehlte den rechten Pfosten nur knapp.

In den verbleibenden Einsatzminuten sammelte der Nachwuchsakteur neun Ballkontakte und brachte jeden seiner Pässe zum Mitspieler. Fast hätte er sogar einen Treffer aufgelegt, als er Jonny Burkardt mit einem Schnittstellenpass in Szene setzte. Hütter zeigte sich nach dem Schlusspfiff wenig überrascht von dem mutigen Auftritt. Nach Angaben des Trainers zeige der Spieler im Training exakt diese Leistungen.

Hohe Erwartungen und teure Vorgeschichte

Im Umfeld der Frankfurter wird der Entwicklungsschritt des Eigengewächses schon länger begleitet. Bereits mit 13 Jahren lief der Offensivakteur in der U17 auf, eine Saison später folgte der Sprung in die U19. Dort trat er regelmäßig gegen deutlich ältere Gegenspieler an und war den Berichten zufolge dennoch der dominierende Akteur auf dem Platz.

Sein enormer Entwicklungsvorsprung sorgte in der Vergangenheit sogar für ein Nachspiel beim Verband. Bereits als 14-Jähriger wurde er in zwei Testspielen der Profimannschaft eingesetzt, was den Verein eine Strafzahlung von 20.000 Euro kostete. Der damalige Sportvorstand Markus Krösche, dessen Nachfolge bei den Hessen derzeit im Fokus steht, nahm die Sanktion damals auf seine Kappe, da der Teenager diesen Schritt sportlich schlicht verdient gehabt habe.

Die aktuellen Mitspieler zeigen sich nun ähnlich beeindruckt von der Reife ihres Kollegen. Can Uzun kündigte nach dem Spiel an, dass von dem Teenager noch einiges zu erwarten sei. Auch Younes Ebnoutalib lobte die Unbekümmertheit, mit der der Rekordhalter auf höchstem Niveau agiert und dem Druck standhält. Den Altersrekord selbst teilt sich der Frankfurter fortan mit einem weiteren ehemaligen Talent der Liga.

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