Der FC Arsenal hat am Mittwochabend die Chance, im Titelkampf der Premier League wieder vorzulegen. Im vorgezogenen Spiel des 31. Spieltags empfangen die Gunners das Schlusslicht Wolverhampton Wanderers. Während Trainer Mikel Arteta weiterhin auf Kai Havertz verzichten muss, jagt die Mannschaft eine historische Bestmarke im englischen Fußball.

Titelkampf: Man City lauert auf Ausrutscher

Trotz der Tabellenführung ist die Stimmung im Emirates Stadium angespannt. Der Vorsprung auf den Verfolger Manchester City ist auf vier Punkte geschmolzen, und die Skyblues warten nur auf einen weiteren Patzer der Londoner. Nach einem durchwachsenen Start ins neue Jahr mit nur drei Siegen aus sieben Ligaspielen und dem enttäuschenden 1:1 gegen Brentford, kamen zuletzt Zweifel an der Standfestigkeit der Gunners auf.

Mikel Arteta wehrt sich gegen die herbeigeredete Krise, weiß aber um die Wichtigkeit der kommenden Aufgaben. "Das ist unser Ziel", betont der Spanier mit Blick auf den ersten Meistertitel seit 2004. Der jüngste 4:0-Erfolg im FA Cup gegen Wigan gab den Londonern zumindest etwas Selbstvertrauen zurück und diente als willkommene Abwechslung zum stressigen Liga-Alltag.

Arsenal jagt uralten Wrexham-Rekord

Gegen die Wolverhampton Wanderers spricht die Statistik eine mehr als deutliche Sprache für den Tabellenführer. In den letzten 36 Aufeinandertreffen mit den Wolves gelang Arsenal immer mindestens ein Treffer. Diese beeindruckende Serie wird im englischen Profifußball historisch nur vom AFC Wrexham übertroffen, der zwischen 1929 und 1961 in 49 aufeinanderfolgenden Partien gegen Darlington traf.

Zusätzlich sind die Gunners gegen Teams aus dem Tabellenkeller eine Macht: Die letzten 14 Spiele gegen Mannschaften aus der Abstiegszone wurden allesamt gewonnen – bei einem dominanten Torverhältnis von 40:4. Dennoch ist Vorsicht geboten: Im Hinspiel (2:1 für Arsenal) trafen die Wolves gleich zweimal ins eigene Netz und hielten die Partie lange offen.

Verletzungs-Update: Havertz für Derby geschont

Personell muss Arteta gegen Wolverhampton weiterhin improvisieren. Sowohl Regisseur Martin Ödegaard als auch der deutsche Nationalspieler Kai Havertz fallen für die Partie am Mittwoch definitiv aus. Havertz laboriert noch an einer Muskelverletzung, liegt aber voll im Zeitplan für ein schnelles Comeback.

Die Prognose für das anstehende Wochenende ist positiv: Beide Leistungsträger könnten pünktlich zum prestigeträchtigen Nord-London-Derby gegen Tottenham am Sonntag wieder fit sein. Diese Nachricht dürfte nicht nur die Arsenal-Fans, sondern auch Bundestrainer Julian Nagelsmann freuen.

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