Der FC Barcelona hat nach dem bitteren Viertelfinal-Aus in der Champions League eine offizielle Beschwerde bei der Europäischen Fußball-Union (UEFA) eingereicht. Die Katalanen kritisieren explizit die Schiedsrichterleistungen in den beiden Duellen gegen Atlético Madrid und machen diese für das Ausscheiden aus der Königsklasse verantwortlich.

Platzverweise und VAR-Frust unter Hansi Flick

Die Mannschaft von Cheftrainer Hansi Flick musste in beiden Viertelfinal-Partien schwere personelle Rückschläge hinnehmen. Nach einer 0:2-Heimniederlage im Hinspiel, bei der Verteidiger Pau Cubarsí die Rote Karte sah, reichte ein 2:1-Auswärtssieg in Madrid nicht für das Weiterkommen. Auch im Rückspiel beendete der aktuelle Tabellenführer der spanischen Liga die Partie in Unterzahl, nachdem Eric García des Feldes verwiesen wurde. Zusätzlichen Unmut zog eine knappe Abseitsentscheidung auf sich, die dem spanischen Top-Klub den womöglich rettenden Treffer zum 3:1 verwehrte. Bereits direkt nach dem Hinspiel hatten die Verantwortlichen den Kontakt zur UEFA gesucht.

Erheblicher finanzieller Schaden für die Katalanen

In einer offiziellen Mitteilung moniert der Klub eine fehlerhafte Regelauslegung sowie ein unzureichendes Eingreifen des Video-Schiedsrichters (VAR) in spielentscheidenden Momenten. Die Häufung dieser Fehlentscheidungen habe laut Vereinsangaben den Spielverlauf massiv beeinflusst und dem Verein einen erheblichen sportlichen sowie finanziellen Schaden zugefügt.

Dennoch fordert das Team aus Barcelona keine nachträgliche Annullierung der Ergebnisse am viel zitierten Grünen Tisch. Vielmehr strebt das Management eine grundlegende Verbesserung des europäischen Schiedsrichtersystems an. Man biete der UEFA eine enge Zusammenarbeit an, um künftig eine fairere und transparentere Anwendung der Spielregeln im europäischen Spitzenfußball zu gewährleisten.

Verwandte Beiträge