Der FC Barcelona möchte die Zusammenarbeit mit Cheftrainer Hansi Flick vorzeitig ausweiten. Die Vereinsverantwortlichen planen, den ohnehin noch bis 2027 gültigen Vertrag des 61-Jährigen bis Ende Juni 2028 zu verlängern. Der Erfolgstrainer hat eine sofortige Unterschrift jedoch vorerst abgelehnt, da er sich voll auf den Endspurt in der spanischen Meisterschaft konzentrieren will.

Laporta und Deco drängen auf langfristige Bindung

Wie die spanische Sportzeitung Mundo Deportivo berichtet, treiben Präsident Joan Laporta und Sportdirektor Deco die Personalie intensiv voran. Das neue Arbeitspapier soll neben der festen Laufzeit bis 2028 zudem eine Option für eine weitere Saison beinhalten. Zwar bestehe zwischen den Parteien bereits eine mündliche Übereinkunft, doch der ehemalige Bundestrainer möchte im Saisonendspurt nichts überstürzen.

Dem Vernehmen nach sieht der gebürtige Heidelberger die Katalanen als seine allerletzte Trainerstation im Profifußball an. Er möchte sich und den Verein, bei dem er sich laut eigener Aussage wie zu Hause fühlt, nicht unnötig früh mit einem langfristigen Kontrakt belasten. Besonders bemerkenswert: Der Ex-Münchner weigert sich strikt, seine derzeit starke Position für schnelle Vertragsgespräche auszunutzen. Er wolle sich das neue Papier erst durch Titel vollständig verdienen und das Saisonende abwarten, damit die Bosse keine voreiligen Entscheidungen treffen müssen.

Historischer Punkteschnitt auf den Spuren von Guardiola

Sportlich sprechen die Argumente ohnehin klar für eine Ausdehnung der Zusammenarbeit. In LaLiga marschiert die Mannschaft unaufhaltsam in Richtung Titelgewinn: Mit satten neun Punkten Vorsprung auf den Erzrivalen Real Madrid führt Barca das Tableau souverän an. Dass beide spanischen Schwergewichte im Viertelfinale der Champions League die Segel streichen mussten, ändert nichts an der hervorragenden nationalen Bilanz der Blaugrana.

Seit seinem Amtsantritt im Juli 2024 liefert der Triple-Sieger von 2020 konstant ab. Mit einem herausragenden Punkteschnitt von 2,35 Zählern pro Spiel reiht er sich nahtlos in die Riege der größten Vereinslegenden ein. In der jüngeren Vergangenheit des Klubs konnten lediglich Trainer-Ikonen wie Tito Vilanova (2,52), Luis Enrique (2,41) und Pep Guardiola (2,36) marginal bessere Quoten aufweisen. Es scheint also nur eine Frage der Zeit, bis die Tinte unter dem neuen Vertragswerk nach der Saison endgültig trocken ist.

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