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Der FC Bayern München hat auf dem Transfermarkt kräftig zugeschlagen und sich die Dienste von Nathaniel Brown und Ismael Saibari gesichert. Für insgesamt 100 Millionen Euro wechselt das Duo an die Isar. Doch damit ist die Arbeit für Sportvorstand Max Eberl keineswegs beendet: Nun rücken Spielerverkäufe und taktische Flexibilität in den Mittelpunkt der Kaderplanung.

Taktische Flexibilität: Die neuen Rollen von Brown und Saibari

Jeweils 50 Millionen Euro ließ sich der deutsche Rekordmeister die beiden Neuzugänge kosten. Während sich der gebürtige Amberger Nathaniel Brown bereits in Deutschland für höhere Aufgaben empfahl, nutzte Ismael Saibari nach einer starken Saison in der Eredivisie die ganz große Bühne der Weltmeisterschaft, um nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen. Mit den beiden Verpflichtungen verleihen die Münchner ihrem Kader nicht nur eine außergewöhnliche Tiefe auf der linken Seite, sondern unterstreichen auch ihren Hang zur absoluten Flexibilität.

Diese Vielseitigkeit ist dringend nötig, denn die Neuzugänge sollen prominente Lücken im System schließen. Nach dem Abschied von Leon Goretzka ist der etatmäßige Linksverteidiger Brown auch als ernsthafte Alternative für das defensive Mittelfeld eingeplant. Der Offensiv-Allrounder Saibari fängt derweil den Wegfall von Nicholas Jackson (Leihe beendet) auf und gilt intern bereits als wertvolles Backup für Stürmerstar Harry Kane. Dieser Kader-Kniff hat an der Säbener Straße durchaus Tradition: In der jüngeren Vergangenheit wurden bereits gelernte Mittelfeldakteure wie Tom Bischof und Konrad Laimer erfolgreich zu Außenverteidigern umfunktioniert.

Streichliste steht: Eberl muss den Bayern-Kader ausdünnen

Trotz der sportlichen Begeisterung über die neuen Optionen sind dieser Kader-Philosophie finanzielle Grenzen gesetzt. Die Investition von 100 Millionen Euro war eine deutliche finanzielle Vorleistung für Max Eberl. Weitere teure Verpflichtungen aus dem obersten Regal sind daher in der aktuellen Transferperiode nicht mehr vorgesehen. Der Fokus des Sportvorstands liegt nun zwingend auf der Verkaufsseite, um die Kassen des Rekordmeisters wieder zu füllen.

Die Liste der potenziellen Abgänge nimmt bereits konkrete Züge an. Ganz oben stehen der von Tottenham Hotspur zurückgekehrte João Palhinha, Sacha Boey und Bryan Zaragoza. Doch auch bei etablierten Kräften wie Alphonso Davies, Hiroki Ito oder Min-jae Kim wäre die Chefetage bei passenden Angeboten zumindest gesprächsbereit. Nachdem die Verkäufe von Daniel Peretz, Jonah Kusi-Asare und Alexander Nübel bereits fixiert wurden, wären weitere lukrative Abgänge ein wichtiges Argument für Eberl. Erfolge an dieser Front gelten als gewichtige Pluspunkte für den Manager, wenn es um die vorzeitige Verlängerung seines bis 2027 datierten Vertrages geht.

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