13

Bayern-Innenverteidiger Jonathan Tah hat im „Tim Gabel Podcast“ schwere Vorwürfe gegen große Teile der Spielerberater-Szene erhoben. Der deutsche Nationalspieler kritisiert unmoralische Absprachen, durch die Profis finanzielle Einbußen erleiden, und fordert mehr Ehrlichkeit im Fußball-Business.

Geheime Deals auf Kosten der Spieler

Laut dem Abwehrspieler passiert im modernen Fußball vieles hinter dem Rücken der Athleten. Viele Akteure würden gar nicht nachfragen und die Details ausblenden, was von einigen Agenten ausgenutzt werde. Tah prangert an, dass Berater oft nicht im besten Interesse ihrer Klienten handeln, sondern eigene finanzielle Gewinne priorisieren.

Passend zum Thema

„Du verdienst am Ende als Spieler weniger Geld, weil der Berater einen Deal mit dem Verein macht und sich das Geld selbst in die Taschen steckt“, erklärte der Nationalspieler schonungslos. Bei bis zu 70 Prozent der Branche würden bei ihm mittlerweile die Alarmglocken schrillen. Ihm geht es vor allem um Fairness und darum, dass Vertreter die persönliche Entwicklung der Spieler fördern sollten, anstatt sie bewusst klein zu halten.

Der Vertrags-Leak beim Hamburger SV

Woher diese tiefe Skepsis rührt, zeigt ein Blick auf die Anfänge seiner Karriere. Bereits im Alter von 17 Jahren unterschrieb Tah seinen ersten Profivertrag beim Hamburger SV. Damals lernte er schnell die Schattenseiten des Geschäfts kennen: Das brisante Arbeitspapier landete inklusive aller Klauseln, Staffelungen und dem damaligen Gehalt von rund 50.000 Euro im Monat direkt in der Boulevard-Presse.

Klares Business mit Pini Zahavi

Heute geht der Bayern-Star andere Wege. Er lässt sich von Pini Zahavi vertreten, der in der Szene als absoluter Schwergewichts-Agent gilt. An der Zusammenarbeit schätzt der erfahrene Verteidiger besonders die rein sachliche Ebene. Falsche Emotionalität hat in den Verhandlungen keinen Platz mehr.

„Wir reden über Business, also sitzen wir hier wie Business-Leute und nicht als Fußballer“, beschreibt Tah das Verhältnis zu Zahavi. Genau diese professionelle Distanz und respektvolle Ehrlichkeit sei es, die er im heutigen Fußball-Geschäft schätzt.

Verwandte Beiträge

Warum Sportwetten-Magazin vertrauen?