Die Wege von Innenverteidiger Minjae Kim und dem FC Bayern München könnten sich im kommenden Sommer endgültig trennen. Trotz eines langfristigen Vertrags bis 2028 verdichten sich die Hinweise, dass der deutsche Rekordmeister bereit ist, den südkoreanischen Nationalspieler bei einem passenden Angebot ziehen zu lassen. Eine konkrete Ablösesumme steht nun offenbar im Raum.

Reservistenrolle unter Vincent Kompany

Die sportliche Situation für den 29-Jährigen hat sich in den vergangenen Monaten drastisch verändert. Unter Cheftrainer Vincent Kompany hat Minjae Kim seinen unangefochtenen Stammplatz verloren. Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: In Bundesliga und Champions League stand der Abwehrspieler zusammengerechnet nur noch 13 Mal in der Anfangsformation der Münchner.

Zwar loben die Verantwortlichen an der Säbener Straße intern weiterhin die vorbildliche Professionalität und den Trainingsfleiß des Asiaten. Doch auf dem Platz leistete sich der Rechtsfuß zuletzt zu viele Schwankungen und Konzentrationsfehler, was ihn letztlich den Vorzug in der Defensivzentrale kostete.

Ablöseforderung: Bayern bereit zu Verlustgeschäft

Angesichts dieser Entwicklung zeigen sich die Bayern-Bosse gesprächsbereit. Ein Verkauf im Sommer gilt nicht mehr als Tabu, sofern die finanziellen Rahmenbedingungen stimmen. Wie der Transferexperte Ekrem Konur berichtet, hat der Bundesligist nun ein Preisschild definiert: Die Münchner erhoffen sich eine Ablöse im Bereich von 35 bis 40 Millionen Euro.

Sollte ein interessierter Klub eine schnelle und direkte Zahlung garantieren, wäre der FC Bayern dem Vernehmen nach sogar bereit, die Forderung in Richtung 30 Millionen Euro zu senken. Dies wäre ein deutliches Verlustgeschäft im Vergleich zu den 50 Millionen Euro, die der Verein einst per Ausstiegsklausel an die SSC Neapel überwies. Da Kim im November dieses Jahres seinen 30. Geburtstag feiert, ist die Verhandlungsposition des Rekordmeisters jedoch flexibler geworden.

Interesse aus der Premier League und Serie A

Der Markt für den robusten Verteidiger ist trotz der jüngsten Formdelle vorhanden. Vor allem in der englischen Premier League steht der Name Minjae Kim hoch im Kurs. Der FC Chelsea sieht in ihm laut Berichten einen potenziellen Anführer für die geplante Neuordnung der Defensive. Auch Tottenham Hotspur prüft eine Verpflichtung, um ihn an der Seite von Micky van de Ven zu installieren.

Eine Rückkehr nach Italien bleibt ebenfalls eine Option. Neben seinem Ex-Klub Neapel beobachtet auch Inter Mailand die Situation genau. Ein Wechsel in die Serie A dürfte jedoch nur realisierbar sein, wenn der Spieler oder der abgebende Verein finanzielle Zugeständnisse machen, da die italienischen Klubs die Kaufkraft der Engländer kaum matchen können.

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