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Beim FC Bayern München herrscht offene Uneinigkeit über die sportliche Zukunft von João Palhinha. Während Sportdirektor Christoph Freund den defensiven Mittelfeldspieler nach dessen Leih-Rückkehr öffentlich auf die Streichliste setzt, pocht der Portugiese auf einen Verbleib an der Säbener Straße.

Klare Ansage von Christoph Freund

Die Fronten schienen eigentlich geklärt. Am Rande der 1:2-Testspielniederlage gegen den SV Wehen Wiesbaden fand Bayern-Sportdirektor Christoph Freund deutliche Worte zur Personalie João Palhinha sowie zu Rechtsverteidiger Sacha Boey. Beide Akteure trainieren zwar mit der Mannschaft, spielen in den künftigen Planungen des deutschen Rekordmeisters jedoch keine tragende Rolle mehr. Der Plan sieht vor, dass der einst 51 Millionen Euro teure Portugiese sowie der Franzose den Verein zeitnah verlassen.

Eine erneute Leihe schloss Freund zwar nicht kategorisch aus, betonte aber, dass ein fester Verkauf angestrebt wird. Der österreichische Funktionär lobte dabei die jüngsten Leistungen der beiden Verkaufskandidaten. So habe der zweikampfstarke Mittelfeldmann maßgeblich zum Premier-League-Klassenerhalt bei seiner Leihstation Tottenham Hotspur beigetragen, während der Ex-Galatasaray-Profi Boey in der Türkei überzeugte.

João Palhinha kontert die Transferpläne

Doch die Rechnung wurde offenbar ohne den Spieler gemacht. Nur wenige Minuten nach den Aussagen des Sportdirektors sorgte der Portugiese in der Mixed Zone für reichlich Verwunderung. Sein unmissverständlicher Kommentar zur Situation: Der Plan sei es, seine Position in München zu behalten. Eine Aussage, die das Konfliktpotenzial intern deutlich erhöhen dürfte.

Trotz seines noch bis 2028 laufenden Vertrages befindet sich der Nationalspieler in einer schwierigen Ausgangslage. Sein Marktwert ist drastisch auf 15 Millionen Euro gesunken – nur noch ein Viertel seines ursprünglichen Wertes. An Interessenten mangelt es dem Vernehmen nach jedoch nicht: Aus der Heimat sollen Sporting und Benfica Lissabon die Fühler ausgestreckt haben, international gelten Aston Villa und Besiktas als potenzielle Abnehmer.

Bayern rüstet nach: Sapoko Ndiaye im Anflug

Ein Verbleib in München gleicht für Palhinha mit Blick auf die Spielzeit einem schwierigen Unterfangen. Das zentrale Mittelfeld ist mit etablierten Kräften wie Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic sowie den Talenten Tom Bischof und David Santos Daiber bereits dicht besetzt.

Zudem steht die sportliche Führung kurz davor, den Konkurrenzkampf weiter zu verschärfen. Die feste Verpflichtung des 18-jährigen Bara Sapoko Ndiaye rückt näher. Der Youngster war bereits in der vergangenen Saison von den Gambinos Stars ausgeliehen und durfte im Endspurt viermal Bundesliga-Luft schnuppern. Sollte dieser Deal zeitnah finalisiert werden, dürften die ohnehin geringen Einsatzchancen für den wechselunwilligen Palhinha weiter schrumpfen.

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