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Der FC Bayern München muss einen bitteren personellen Rückschlag hinnehmen. Raphaël Guerreiro zog sich beim furiosen 4:3-Auswärtssieg gegen den 1. FSV Mainz 05 am Samstag einen Muskelfaserriss zu und fällt auf unbestimmte Zeit aus. Damit verpasst der Defensivspieler das wichtige Champions-League-Halbfinale gegen Paris Saint-Germain am kommenden Dienstag.

Fehlende taktische Flexibilität für Vincent Kompany

Die medizinische Abteilung des deutschen Meisters bestätigte die Diagnose eines kleinen Muskelfaserrisses im hinteren linken Oberschenkel am Sonntagnachmittag offiziell. Für Cheftrainer Vincent Kompany bricht damit eine wichtige taktische Alternative weg. Zwar gehörte der 32-Jährige in der laufenden Spielzeit nicht zum unumstrittenen Stammpersonal, doch die sportliche Leitung der Münchner schätzte stets seine enorme Vielseitigkeit auf dem Rasen.

In Mainz absolvierte der Europameister von 2016 erst sein achtes Bundesligaspiel in dieser Saison von Beginn an. Mitte der zweiten Halbzeit musste der angeschlagene Abwehrspieler das Feld räumen und wurde durch Josip Stanisic ersetzt. Für das anstehende Kräftemessen in der Königsklasse gegen die Franzosen fehlt den Bayern nun einer ihrer variabelsten Akteure.

Bitterer Rückschlag kurz vor dem Vertragsende

Besonders tragisch ist der Zeitpunkt der Verletzung für den Portugiesen selbst. Erst zu Beginn des Monats hatten die Verantwortlichen an der Säbener Straße bekannt gegeben, dass das auslaufende Arbeitspapier des Linksfußes im Sommer nicht verlängert wird. Guerreiro hatte sich daraufhin das persönliche Ziel gesetzt, bis zu seinem letzten Einsatz im Bayern-Trikot den vollen Fokus auf den sportlichen Erfolg zu legen.

Mit 27 Pflichtspieleinsätzen und starken sechs Toren in der aktuellen Saison hat der Routinier seinen sportlichen Wert untermauert. Wie lange genau der Defensivspezialist pausieren muss, ließen die Münchner offen. Es bleibt abzuwarten, ob er vor dem Saisonende überhaupt noch einmal auf den Rasen zurückkehren kann.

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