HSV leiht Sebastiaan Bornauw – Neuer Abwehrchef kommt von Leeds
Der Hamburger SV sichert sich die Dienste von Innenverteidiger Sebastiaan Bornauw. Er kommt leihweise von Leeds United.
Der Hamburger SV steht unmittelbar vor der Verpflichtung des nigerianischen Nationalspielers Terem Moffi. Wie die französische Zeitung „Nice-Matin“ und das „Hamburger Abendblatt“ übereinstimmend berichten, haben sich die Hanseaten mit dem OGC Nizza auf einen Transfer des 27-Jährigen geeinigt. Letzte Details sowie der obligatorische Medizincheck stehen noch aus.
Für den Bundesligisten wäre der Angreifer der siebte Neuzugang dieses Sommers, inklusive der festen Verpflichtung von Albert Grønbaek. Über die exakte Ablösesumme vereinbarten beide Vereine laut „Nice-Matin“ Stillschweigen. Nach Informationen des „Hamburger Abendblatts“ liegt der Betrag jedoch deutlich unter dem aktuellen Marktwert des Stürmers, der auf acht Millionen Euro taxiert wird. Einst lag dieser Höchstwert bei 25 Millionen Euro. Moffi besitzt in Südfrankreich noch einen gültigen Vertrag bis 2027, spielt in den Planungen von Nizza aber keine Rolle mehr und trainierte zuletzt nur noch mit der zweiten Mannschaft.
Mit der Verpflichtung des Angreifers schließt der HSV eine offene Planstelle im Kader. Trainer Merlin Polzin suchte gezielt nach dem Profil eines physisch starken Stürmers. Diese Rolle füllte Moffi vor allem in seiner erfolgreichsten Phase zwischen 2020 und 2024 aus. Zunächst etablierte er sich beim FC Lorient in der Ligue 1, bevor er Anfang 2023 nach Nizza wechselte. Bis zu einem Kreuzbandriss im Sommer 2024 absolvierte der Linksfuß 72 Pflichtspiele für den OGC, in denen er 24 Tore erzielte und fünf weitere Treffer vorbereitete.
Nach seiner Genesung im März 2025 fand der 23-fache Nationalspieler nicht mehr dauerhaft in seinen alten Rhythmus zurück. Eine Leihe zum FC Porto im vergangenen Winter brachte ebenfalls nicht den gewünschten sportlichen Befreiungsschlag. Die Portugiesen verzichteten nach 15 Einsätzen und drei Scorerpunkten auf das Ziehen der vereinbarten Kaufoption.
Dass der feste Wechsel nach Hamburg in diesem Sommer realisierbar wird, liegt maßgeblich an Moffis zerrüttetem Verhältnis zu seinem Noch-Arbeitgeber. Die Situation eskalierte Ende November 2025 nach einer Niederlage in Lorient. Aufgebrachte Nizza-Anhänger gingen mehrere Spieler bei der Rückkehr an das Trainingszentrum massiv an. Moffi und der mittlerweile für Juventus spielende Jérémie Boga erstatteten daraufhin Anzeige. Das Duo schaltete zudem die Rechtskommission der französischen Profiliga ein, um eine vorzeitige Vertragsauflösung zu erwirken.
Der Schlichtungsversuch blieb ohne Ergebnis, da Nizza die Auflösung verweigerte und auf einen regulären Transfer pochte. Nun profitieren die Hamburger von dieser angespannten Ausgangslage und sichern sich ihren Wunschstürmer, während die Franzosen das hohe Gehalt des ausgemusterten Profis einsparen können.
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