Bruno Fernandes von Manchester United ist Premier-League-Spieler der Saison
Bruno Fernandes von Manchester United krönt seine herausragende Saison mit der Wahl zum Spieler der Premier League.
Hull City hat den Aufstieg in die Premier League perfekt gemacht. Die Tigers besiegten den FC Middlesbrough im Playoff-Finale im Londoner Wembley-Stadion durch einen späten Treffer von Oliver McBurnie mit 1:0 (0:0) und kehren damit nach neun Jahren in die höchste englische Spielklasse zurück.
Lange Zeit war das entscheidende Duell um das letzte Erstliga-Ticket eine von Taktik und Vorsicht geprägte Begegnung. Beide Mannschaften scheuten das letzte Risiko, wobei die erste Halbzeit weitgehend dem FC Middlesbrough gehörte. Die beste Gelegenheit vor dem Seitenwechsel verzeichnete jedoch Hull-Stürmer Oliver McBurnie, der den Ball an die Latte setzte. Auch im zweiten Durchgang fehlten die großen spielerischen Höhepunkte. Als sich die über 80.000 Zuschauer im Wembley-Stadion bereits auf eine Verlängerung einstellten, schlug die Stunde des schottischen Angreifers.
In der fünften Minute der Nachspielzeit ließ Boro-Keeper Solomon Brynn eine scharfe Hereingabe von der linken Seite nur nach vorne abklatschen. Der Ball fiel genau vor die Füße von McBurnie, der aus kurzer Distanz die Nerven behielt und zum 1:0 einschob. Es ist das erste Mal in meiner Karriere, dass ich sprachlos bin, zeigte sich der Siegtorschütze nach dem Schlusspfiff emotional und fügte an: Ich wusste, ich bekomme diese eine Chance. Für den Stürmer schließt sich damit ein Kreis: Bereits am letzten Spieltag der regulären Saison hatte er sein Team mit einem entscheidenden Treffer auf den sechsten Tabellenplatz und damit überhaupt erst in die Playoffs geschossen.
Für Hull City endet mit dem Aufstieg eine lange Durststrecke. Zuletzt spielte der Traditionsklub im Jahr 2017 in der Premier League. Die Entwicklung unter dem bosnischen Trainer Sergej Jakirovic ist dabei bemerkenswert: In der vergangenen Spielzeit wäre die Mannschaft beinahe noch in die drittklassige League One abgestiegen, nun feiert sie die Rückkehr ins englische Oberhaus. Zudem stellten die Nordengländer einen Rekord auf, da sie sich als erste Mannschaft überhaupt zum dritten Mal in der Geschichte in den Aufstiegs-Playoffs durchsetzen konnten.
Der FC Middlesbrough, der ebenfalls 2017 zuletzt erstklassig spielte, muss den Traum vom Aufstieg hingegen auf die kommende Saison verschieben. Dabei war der Einzug ins Finale am Ende von äußeren Umständen begünstigt. Sportlich war das Team in den Playoffs eigentlich bereits am FC Southampton gescheitert. Der englische Verband schloss die Saints, trainiert vom deutschen Manager Tonda Eckert, jedoch aufgrund einer Spionage-Affäre im Vorfeld der Entscheidungsspiele vom Wettbewerb aus. Boro rückte nach, konnte diese unerwartete zweite Chance im Finale jedoch nicht nutzen.
Neben Playoff-Sieger Hull City stehen Coventry City und Ipswich Town als direkte Aufsteiger in die Premier League bereits fest.
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