Jamal Musiala hat nach dem 3:2-Erfolg des FC Bayern München gegen Eintracht Frankfurt ein klares Ziel formuliert: Der 22-jährige Offensivspieler hält eine Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft bereits für die Länderspiele im März für realistisch. Nach seiner schweren Beinverletzung richtet sich der Fokus nun voll auf die Weltmeisterschaft im Sommer.

Rückkehr pünktlich zum Länderspiel-Start?

Auf die Frage, ob er schon bei den ersten Länderspielen des WM-Jahres wieder zum Kader gehören werde, antwortete der Münchner Dribbelkünstler nach dem Bundesliga-Sieg am Samstag optimistisch: „Ich glaube schon.“ Für den 40-maligen Nationalspieler ist die Endrunde in den USA das übergeordnete Ziel der Saison. Bundestrainer Julian Nagelsmann plant fest mit dem Bayern-Profi für das Turnier.

Der Zeitplan ist eng getaktet: Am 19. März wird Nagelsmann in Frankfurt am Main seinen ersten Kader des Jahres bekanntgeben. Es folgen Testspiele gegen die Schweiz in Basel (27. März) und gegen Ghana in Stuttgart (30. März). Sollte Musiala nominiert werden, wäre es sein erstes Länderspiel seit genau einem Jahr – zuletzt stand er im Viertelfinale der Nations League gegen Italien auf dem Platz.

Der lange Weg zurück nach dem Donnarumma-Schock

Hinter dem Ausnahmetalent liegt eine lange Leidenszeit. Im vergangenen Sommer zog sich der gebürtige Stuttgarter während der Klub-WM in den USA eine schwere Verletzung zu. Im Viertelfinale gegen Paris Saint-Germain prallte er heftig mit Torwart Gianluigi Donnarumma zusammen. Die Diagnose: Wadenbeinbruch und eine Verrenkung des Sprunggelenks.

Die Bilder dieses Moments meidet der Kreativspieler bewusst. „Auf keinen Fall“, betonte Musiala, schaue er sich die Szene noch einmal an. Sein mentales Vorgehen ist klar definiert: „Mein Mindset ist einfach, Spiel für Spiel Fortschritte zu machen – und nicht an den Fuß denken.“

Behutsamer Aufbau unter Vincent Kompany

Aktuell arbeitet Musiala daran, beim deutschen Rekordmeister wieder seine alte Dominanz zu erreichen. „Ich wünschte, dass alles schneller geht“, gab er zu, doch die Vernunft siegt. Bayern-Trainer Vincent Kompany dosiert die Belastung für seinen Schützling genau. Der Startelfeinsatz gegen Frankfurt markierte erst den achten Pflichtspieleinsatz seit dem Comeback.

„Ich muss wieder in den Rhythmus reinkommen. Ich bin viel gerannt, hatte gute Aktionen“, analysierte Musiala seine Leistung gegen die Eintracht. Zwar liegt der unmittelbare Fokus nun auf dem anstehenden Topspiel in Dortmund, doch der Blick geht mittelfristig klar Richtung Nationalteam. Ziel ist es, zum Saisonende und damit pünktlich zum Turnierstart in absoluter Bestform zu sein.

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