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Nach dem erneuten Rücktritt von Manuel Neuer aus der deutschen Nationalmannschaft steht der designierte Bundestrainer Jürgen Klopp vor einer richtungsweisenden Entscheidung: Wer wird die neue Nummer eins im DFB-Tor? Während routinierte Keeper bereitstehen, rückt mit Jonas Urbig überraschend der aktuelle Backup des FC Bayern München in den Fokus der Diskussion.

Ein ungewöhnlicher Aufstieg für Jonas Urbig

Dass ein Torhüter, der in seinem Verein nicht als unumstrittener Stammspieler agiert, Ambitionen auf das Tor der Nationalelf hegt, ist eine absolute Seltenheit. Genau diese Konstellation bewertet Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus mit großer Spannung. „Das hat es, glaube ich, noch nie gegeben, dass eine Nummer zwei im Verein in einer großen Fußballnation wie Deutschland dann die Nummer eins ist“, erklärte der TV-Experte gegenüber der Bild-Zeitung. Der 22-jährige Urbig kam in der vergangenen Saison auf 20 Einsätze für den deutschen Rekordmeister. In der kommenden Spielzeit soll der Ex-Kölner an der Isar behutsam als langfristiger Nachfolger von Manuel Neuer aufgebaut werden. Matthäus zeigt sich bezüglich des Talents optimistisch: „Bei Urbig sehe ich große Chancen. Er wird mehr Einsatzzeiten bekommen in München.“ Erste internationale DFB-Luft durfte der gebürtige Euskirchener bereits schnuppern, als er während der vergangenen Weltmeisterschaft als Trainingstorwart abseits des offiziellen 26er-Kaders fungierte.

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Baumann, Nübel oder ter Stegen als Alternativen?

Die Konkurrenz für den jungen Bayern-Keeper ist jedoch prominent und erfahren. Lothar Matthäus bringt unter anderem Oliver Baumann ins Spiel. Der 36-jährige Schlussmann der TSG Hoffenheim verdiente sich bereits unter Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann während der WM-Qualifikation das Vertrauen als Stammtorhüter. Nach Neuers zwischenzeitlichem Comeback musste Baumann jedoch wieder auf der Bank Platz nehmen. Der Hoffenheimer habe sich im Nationaldress laut Matthäus „nie etwas zu Schulden kommen lassen“. Neben ihm stehen Jürgen Klopp mit Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona und Alexander Nübel, der laut aktuellen Berichten bei Besiktas unter Vertrag steht, weitere hochkarätige Optionen zur Verfügung.

Die Suche nach dem unantastbaren Rückhalt

Die aktuelle Situation im Tor der DFB-Auswahl markiert einen historischen Wendepunkt. Nach Jahrzehnten der absoluten Klarheit fehlt derzeit eine unangefochtene Stammkraft. „Es ist jetzt nicht die Nummer eins da, die wir in den letzten 40, 50 Jahren mit Sepp Maier, Oliver Kahn oder Manuel Neuer hatten“, analysiert Matthäus die Lage treffend. Dennoch blickt der Weltmeister von 1990 der Torwart-Wahl positiv entgegen und zeigt sich zuversichtlich, dass Jürgen Klopp die sportlich beste Lösung für die deutsche Nationalmannschaft finden wird.

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