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Der italienische Rekordmeister Juventus Turin strukturiert seine Führungsebene neu. Nach nur einem Jahr Amtszeit verlässt der bisherige Vorstandsvorsitzende Damien Comolli den Verein. Sein Nachfolger steht bereits fest: Giovanni Carnevali wechselt nach zwölf erfolgreichen Jahren bei der US Sassuolo in den Piemont und verantwortet ab sofort die Entwicklungsstrategie der Bianconeri.

Der Architekt des Erfolgs von Sassuolo

Mit dem 65-jährigen Carnevali sichert sich die „Alte Dame“ einen der profiliertesten Funktionäre des italienischen Fußballs, der zudem im Board der Serie A sitzt. Seit 2014 lenkte er die Geschicke in Sassuolo und etablierte den Klub fest im Oberhaus. Unter seiner Regie erreichten die Neroverdi in der Saison 2016/17 erstmals die Europa League. Auch Rückschläge wie der Abstieg 2023/24 warfen das Projekt nicht aus der Bahn: Dem direkten Wiederaufstieg folgte in der abgelaufenen Spielzeit ein starker elfter Tabellenplatz.

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Besonders die konsequente Talentförderung zeichnet Carnevalis bisherige Arbeit aus. Unter seiner Führung reiften Spieler wie Europameister Domenico Berardi, Gianluca Scamacca oder der heutige Juve-Profi Manuel Locatelli zu absoluten Spitzenkräften. Zudem bewies der erfahrene Manager ein exzellentes Auge für Trainer: Der heutige Premier-League-Coach Roberto De Zerbi feierte dort ebenso erste Erfolge wie Eusebio Di Francesco oder jüngst Aufstiegscoach Fabio Grosso. Die Lücke in Sassuolo soll nun voraussichtlich der frühere Liverpool-Profi Alberto Aquilani füllen.

Nachhaltiges Wachstum für Juventus

In Turin wartet nun eine ungleich größere Aufgabe. Nach einem schwachen Saisonendspurt der Bianconeri soll der neue starke Mann den Klub strategisch neu ausrichten. „Ich gehe diese neue Herausforderung mit einem starken Verantwortungsbewusstsein an“, erklärte Carnevali im Rahmen seiner Vorstellung. Sein Ziel sei es, durch tägliches Engagement einen nachhaltigen Wachstumskurs zu gestalten, damit der Verein national und international eine führende Kraft bleibe.

Für Damien Comolli endet das Kapitel in Turin derweil unerwartet früh. Der Franzose, der zuvor fünf Jahre den FC Toulouse präsidierte, war erst vor Jahresfrist als Geschäftsführer nach Italien gekommen und später zum Vorstandsvorsitzenden aufgestiegen. Nun übergibt er das Zepter an einen ausgewiesenen Serie-A-Experten.

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