14

Slaven Bilic ist zurück auf der großen internationalen Bühne. Der 57-Jährige übernimmt mit sofortiger Wirkung die kroatische Fußball-Nationalmannschaft und tritt damit in die enormen Fußstapfen des scheidenden Zlatko Dalic. Nach dem jüngsten Aus bei der Weltmeisterschaft soll der Rückkehrer einen dringend benötigten sportlichen Umbruch moderieren.

Neuanfang nach der Ära Dalic

Rund eine Woche nach dem bitteren WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Portugal (1:2) hat der kroatische Verband schnell Klarheit geschaffen. Zlatko Dalic, der die Geschicke der Kockasti neun Jahre lang prägte und in 111 Spielen an der Seitenlinie stand, hat seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängert. Auf Vorschlag von Verbandspräsident Marijan Kustic votierte der Vorstand nun einstimmig für Slaven Bilic, der zuletzt fast zwei Jahre ohne Trainerjob war.

Passend zum Thema

Kustic unterstrich die Wichtigkeit dieser Personalentscheidung und bezeichnete den 57-Jährigen als genau die richtige Person für diese komplexe Aufgabe. Der Verbandschef verwies auf Bilics Status als gefeierten Ex-Nationalspieler sowie dessen reichhaltigen Erfahrungsschatz, um das Team mit der Unterstützung der Fans zurück in die Erfolgsspur zu führen.

Generationswechsel: Das Ende der goldenen Ära

Auf den neuen starken Mann an der Seitenlinie wartet direkt eine Herkulesaufgabe. Die legendäre goldene Generation der Kroaten steht unweigerlich vor dem Ende. Ikonen und Führungsspieler wie Luka Modrić (40), Ivan Perišić (37) und Mateo Kovacic (32) blicken dem Karriereende entgegen. Bilic muss nun frisches Blut in die Mannschaft integrieren und eine neue Hierarchie aufbauen. Große Hoffnungen ruhen dabei auf aufstrebenden Talenten wie dem 19-jährigen Luka Vuskovic, der bei der WM noch spärlich eingesetzt wurde, künftig aber eine tragende Rolle spielen soll.

Harte Bewährungsprobe in der Nations League

Für Slaven Bilic schließt sich mit diesem Engagement ein Kreis. Bereits zwischen 2006 und 2012 betreute er sein Heimatland, erlebte dabei das dramatische EM-Viertelfinal-Aus 2008 gegen die Türkei und verpasste die Qualifikation für die WM 2010. Nach zahlreichen Vereinsstationen quer über den Globus – darunter West Ham United, Besiktas Istanbul und zuletzt Al-Fateh in Saudi-Arabien – kehrt er nun zu seinen Wurzeln zurück.

Viel Zeit zur Eingewöhnung bleibt dem erfahrenen Übungsleiter nicht. Bereits im September und Oktober warten in der UEFA Nations League absolute Härtetests. Die Kroaten, die 2023 noch im Finale des Wettbewerbs standen, treffen in der anspruchsvollen Liga A auf Tschechien, Spanien und England. Diese Duelle werden ein erster echter Gradmesser für den neu formierten Kader und die taktische Ausrichtung unter dem Rückkehrer sein.

Verwandte Beiträge

Warum Sportwetten-Magazin vertrauen?