Der FC Bayern München muss in den kommenden Wochen ohne seinen Kapitän auskommen. Wie der Rekordmeister nach dem 3:0-Auswärtssieg beim SV Werder Bremen bestätigte, hat sich Manuel Neuer einen Faserriss in der linken Wade zugezogen. Während der 39-Jährige pausieren muss, rückt Stellvertreter Jonas Urbig mit sofortiger Wirkung in den Fokus und steht vor den wichtigsten Wochen seiner bisherigen Karriere.

Zwangspause für den Kapitän: Diagnose bestätigt Ausfall

Die vorzeitige Auswechslung am vergangenen Samstag ließ bereits Schlimmes erahnen, am Sonntag folgte die Gewissheit. Für Manuel Neuer bedeutet die Diagnose eine mehrwöchige Unterbrechung der Saison. Nach Informationen der "Bild" rechnen die Münchner Verantwortlichen mit einer Ausfallzeit von mindestens drei Wochen. Die Verletzungshistorie des Routiniers mahnt zur Vorsicht: Bereits im März des vergangenen Jahres zwang ein ähnlicher Faserriss – damals in der rechten Wade – den Weltmeister von 2014 zu einer rund vierwöchigen Pause.

Feuertaufe für Jonas Urbig in den Wochen der Wahrheit

Des einen Leid ist des anderen Freud: Für Jonas Urbig öffnet sich durch die Verletzung des Stammkeepers unverhofft die Tür zur Startelf. Der 23-Jährige wird in einer entscheidenden Saisonphase das Tor des Tabellenführers hüten. Sein Pflichtspielkalender hat es in sich: Urbig ist für das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (21. Februar) und den prestigeträchtigen Klassiker bei Borussia Dortmund (28. Februar) gesetzt. Sollte sich die Genesung von Neuer verzögern, würden auch die Duelle gegen Borussia Mönchengladbach und das Topspiel bei Bayer Leverkusen in seinen Verantwortungsbereich fallen.

Hintertür zur Weltmeisterschaft? Urbigs Chance beim DFB

Die kommenden Spiele sind für den jungen Schlussmann mehr als nur eine Bewährungsprobe im Vereinsdress. Durch die angespannte Situation im deutschen Tor könnte Urbigs Performance auch Bundestrainer Julian Nagelsmann aufhorchen lassen. Da Marc-André ter Stegen weiterhin an einer Oberschenkelverletzung laboriert und Manuel Neuer eine Rückkehr in die Nationalmannschaft kategorisch ausschließt, ist der Kampf um die WM-Plätze noch nicht final entschieden.

Zwar gelten Oliver Baumann und Alexander Nübel aktuell als Favoriten auf die Plätze im WM-Kader, doch eine überzeugende Serie von Jonas Urbig im Trikot des FC Bayern könnte eine neue Dynamik in das Torwart-Ranking bringen. Für den Ex-Kölner ist es die Gelegenheit, sich auf höchstem Niveau für höhere Aufgaben zu bewerben.

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