Maximilian Beier fehlt überraschend im ersten Aufgebot des neuen Bundestrainers Jürgen Klopp. Der Stürmer von Borussia Dortmund zieht aus seiner Nicht-Nominierung für die anstehenden Spiele in der Nations League jedoch Motivation für die kommenden Aufgaben im Verein.

Nach zehn Länderspielen und zwei Turnierteilnahmen muss sich der 23-Jährige vorerst hinten anstellen. In einem offenen Austausch erklärten sich Spieler und Trainer die aktuelle Situation und definierten klare Ziele für ein mögliches Comeback.

Ehrliches Feedback vom neuen Bundestrainer

Jürgen Klopp hatte für seinen Start bei der deutschen Nationalmannschaft einen großen Kader von 44 Spielern berufen. Dieser erste DFB-Kader des neuen Trainers kam ohne den Dortmunder Angreifer aus. Im Interview mit „RTL/Sky“ verriet der Offensivmann nun Details aus dem vorausgegangenen Telefonat.

„Ich hatte mit dem Trainer ein gutes Gespräch, ein offenes Gespräch“, erklärte Beier. Klopp habe ihm exakt dargelegt, warum er derzeit fehle. Den Kern der Absage bildete demnach ein taktisches Detail. „Er hat mir ein ehrliches Feedback gegeben, dass momentan meine Positionierung die eine oder andere Rolle spielt, aber daran kann ich arbeiten“, sagte der BVB-Profi.

Rückendeckung von BVB-Trainer Niko Kovac

Im Verein stößt der Rückschlag auf großes Verständnis. BVB-Trainer Niko Kovac wusste nach eigenen Angaben bereits zwei bis drei Tage vor der offiziellen Verkündung von der Entscheidung des Bundestrainers. Auf einer Pressekonferenz bestätigte der Coach, dass Beier naturgemäß etwas geknickt und enttäuscht reagiere.

Gleichzeitig zeigte Kovac als ehemaliger kroatischer Nationaltrainer Verständnis für die Komplexität solcher Nominierungen. Er ist sich sicher, dass Beier die Situation als toller Mensch auffangen wird. Der Trainer forderte seinen Schützling auf, an die Leistungen der vergangenen Saison anzuknüpfen, um sich zeitnah wieder zu empfehlen.

Neustart nach zwei Turnierteilnahmen

Für Beier stellt die Ausbootung einen Bruch in seiner bisherigen DFB-Karriere dar. Unter Klopps Vorgänger Julian Nagelsmann gehörte der Angreifer noch fest zum Stamm der Nationalmannschaft. Sowohl bei der Europameisterschaft 2024 als auch bei der Weltmeisterschaft 2026 stand der Dortmunder im deutschen Aufgebot und sammelte bislang zehn Länderspiele.

Nun richtet sich der Blick des Stürmers wieder nach vorn. „Es war ja nicht der letzte Lehrgang“, betonte Beier pragmatisch. Sein Plan für die kommenden Wochen in Dortmund steht fest. Er will konstant gute Leistungen abrufen und es dem Bundestrainer bei künftigen Nominierungen deutlich schwerer machen.

Verwandte Beiträge