Das Rätselraten um die sportliche Zukunft von Raheem Sterling hat ein Ende: Der englische Nationalspieler wechselt mit sofortiger Wirkung zu Feyenoord Rotterdam. Nachdem der 31-Jährige seinen Vertrag beim FC Chelsea aufgelöst hatte und zuletzt vereinslos war, unterschrieb er nun beim niederländischen Spitzenklub. Der Angreifer wird bereits am Freitag in Rotterdam erwartet, um das neue Kapitel seiner Karriere einzuläuten.

Der Faktor Van Persie gab den Ausschlag

Dass der Wechsel zum amtierenden Eredivisie-Zweiten zustande kam, liegt vor allem an zwei Personalien: Trainer Robin van Persie und Sportdirektor Dennis te Kloese. Besonders die Verbindung zu Van Persie ist pikant, da beide – wenn auch zu unterschiedlichen Zeiten – das Trikot des FC Arsenal trugen. Der Coach zeigte sich überglücklich über den Coup nach Schließung des Transferfensters: „Es ist natürlich fantastisch, dass wir noch einen Spieler vom Kaliber eines Raheem verpflichten konnten. Sein fußballerischer Lebenslauf spricht für sich.“ Van Persie ist überzeugt, dass Sterlings Qualitäten in der zweiten Saisonhälfte den entscheidenden Unterschied ausmachen werden.

Sterling: „Ganz neue Herausforderung für mich“

Für den ehemaligen Manchester-City-Star ist der Schritt in die Niederlande wohlüberlegt. Nach seinem unrühmlichen Ende an der Stamford Bridge nahm sich der Flügelstürmer bewusst Zeit für die Wahl seines neuen Arbeitgebers. „Nach ausführlichen Gesprächen mit Dennis und Robin bin ich überzeugt, dass Feyenoord der Ort ist, an dem ich glücklich sein werde“, erklärte Sterling. Er betonte zudem den Reiz des Auslands: „Das ist eine ganz neue Herausforderung für mich – eine, die ich gerne annehme.“

Vom Abstellgleis in den Europapokal-Kampf

Die letzten Monate waren für den einstigen Superstar ein sportliches Drama. Trotz eines Jahresgehalts von rund 19,5 Millionen Euro spielte er in den Planungen des FC Chelsea keine Rolle mehr und trainierte isoliert von der ersten Mannschaft. Auch eine Leihe zu Arsenal in der Vorsaison brachte mit nur einem Tor in 28 Partien nicht die erhoffte Wende. Nun sucht der mit einem Marktwert von 5 Millionen Euro zuletzt wertvollste vertragslose Fußballer der Welt seine Erlösung in der Eredivisie.

Die sportliche Ausgangslage in Rotterdam ist klar definiert: Während Spitzenreiter PSV Eindhoven mit 17 Punkten Vorsprung bereits enteilt ist, kämpft Feyenoord erbittert um das direkte Ticket für die Champions League. Hier soll der Routinier nun die nötige Erfahrung und Klasse einbringen, um das Saisonziel zu sichern.

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