TSG Hoffenheim im Jubiläums-Rausch: Blitzstart nach der Pause sorgt für Ekstase
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Der FC Barcelona geht nach der schmerzhaften 0:4-Niederlage im Pokal-Halbfinalhinspiel gegen Atlético Madrid auf die Barrikaden. Der spanische Tabellenführer hat beim Fußballverband offiziell eine formelle Beschwerde gegen die Leistung des Schiedsrichtergespanns um Juan Martinez Munuera eingereicht. Im Zentrum der Kritik stehen fünf konkrete Punkte, die der Verein als „Doppelmoral“ bezeichnet, sowie die Forderung nach der Einführung eines neuen Ethik-Kodexes für Unparteiische.
Die Katalanen wollen das Ergebnis und die Umstände der Pleite nicht auf sich sitzen lassen. In einem detaillierten Schreiben an den Verband beklagt der Klub eine „mangelnde Kohärenz bei Disziplinarentscheidungen“. Laut den Verantwortlichen der Blaugrana werden identische Spielsituationen ungleich bewertet. „Diese Ungleichheit schafft den Eindruck einer Doppelmoral, die mit den Grundsätzen der Fairness, Gleichheit und Rechtssicherheit unvereinbar ist“, heißt es in der deutlichen Stellungnahme.
Neben den Disziplinarentscheidungen führt Barcelona vier weitere Beschwerdepunkte an:
Besonders brisant ist der Vorwurf, dass die Fehlerquote direkt die „Integrität des Wettbewerbs beeinträchtigt“ und zu einem wachsenden Misstrauen führe.
Stein des Anstoßes war insbesondere ein nicht gegebenes Tor von Pau Cubarsí. Die Überprüfung der Szene dauerte geschlagene sieben Minuten – eine Ewigkeit im modernen Fußball. Der Grund für die Verzögerung war offenbar ein Ausfall der halbautomatischen Abseitstechnologie. Trainer Hansi Flick fand nach dem Abpfiff deutliche Worte für das Prozedere und bezeichnete die Situation als „Desaster“.
„Als ich die Szene gesehen habe, war für mich klar, dass es kein Abseits war“, wetterte der 60-Jährige nach der Partie. „Vielleicht haben sie etwas anderes gesehen. Dann sollen sie es uns sagen, aber es gibt keine Kommunikation.“ Genau hier setzt die offizielle Beschwerde an: Barcelona fordert die vollständige Veröffentlichung aller VAR-Audioaufzeichnungen zu der strittigen Szene, da „begründete Zweifel an der korrekten Anwendung der Technologie“ bestünden.
Der Vorstoß des 27-maligen Meisters geht jedoch über das Spiel gegen Atlético hinaus. Der Verein drängt auf die Schaffung eines verbindlichen Ethik- und Disziplinarkodexes für Schiedsrichter. Man betone, dass dieser Schritt „nicht zum eigenen Vorteil, sondern zum reibungslosen Ablauf des Wettbewerbs“ notwendig sei. Ob der spanische Verband auf diese drastischen Forderungen eingeht, bleibt abzuwarten – das Verhältnis zwischen den Top-Klubs und den Offiziellen dürfte jedoch weiter angespannt bleiben.
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