Niko Kovac hat auf der Pressekonferenz von Borussia Dortmund humorvoll auf taktische Fragen zu Julian Ryerson reagiert. Angesichts der jüngsten Vorlagenflut des Norwegers stellte der Cheftrainer am Montag klar, dass er an der Ausrichtung seines Schützlings nichts ändern wird.

Die Frage nach der Idealposition

Julian Ryerson präsentiert sich derzeit in absoluter Topform. Der norwegische Nationalspieler glänzt bei Borussia Dortmund nicht nur durch seine gewohnte Kampfkraft, sondern vor allem durch offensive Effizienz. Seine zahlreichen Vorlagen in den letzten Wochen haben bei Journalisten und Experten eine Debatte ausgelöst: Sollte der laufstarke Akteur weiterhin klassisch auf der Außenbahn agieren oder – ähnlich wie andere moderne Außenverteidiger – vermehrt ins Zentrum rücken, um das Spiel von innen zu lenken?

Kovac kontert mit Erfahrungswerten

Auf die Frage eines Reporters, ob Ryerson angesichts seiner spielerischen Qualitäten und Assists nicht besser im Zentrum aufgehoben wäre, reagierte Niko Kovac mit seiner typischen Mischung aus Sachlichkeit und Humor. Der 54-Jährige ließ sich auf keine theoretischen Gedankenspiele ein.

„Meinst du, ich bin gestern erst zur Welt gekommen?“, entgegnete Kovac lachend und fügte ein vielsagendes Augenzwinkern hinzu. Damit unterstrich der Übungsleiter unmissverständlich, dass er genau weiß, wie er die Stärken des Ex-Unioners am effektivsten für den BVB einsetzt. Für Kovac scheint klar: Wenn ein System funktioniert und ein Spieler Scorerpunkte liefert, gibt es wenig Grund für riskante Experimente auf der Taktiktafel.

Ryerson als feste Größe in Dortmund

Die Reaktion des Trainers verdeutlicht das vertrauensvolle Verhältnis zwischen Coach und Spieler. Ryerson hat sich bei den Schwarz-Gelben längst als unverzichtbare Säule etabliert. Seine Fähigkeit, die Linie zu halten und gleichzeitig präzise Hereingaben zu liefern, bleibt für das Dortmunder Offensivspiel elementar. Kovacs süffisante Antwort dürfte die Diskussion um eine Positionsverschiebung vorerst beendet haben – der Norweger wird wohl weiterhin dort wirbeln, wo er aktuell am gefährlichsten ist.

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