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Jürgen Klopp ist der neue Hoffnungsträger der deutschen Nationalmannschaft, doch zwei Legenden treten nun auf die Euphoriebremse. Oliver Kahn und Bastian Schweinsteiger warnen vor den enormen Herausforderungen, die auf den neuen Bundestrainer warten.

Probleme im deutschen Fußball liegen tiefer

Am Rande eines Charity-Golfturniers fand der ehemalige Nationaltorhüter klare Worte zur aktuellen Situation beim Deutschen Fußball-Bund (DFB). Gegenüber dem BR erklärte Oliver Kahn, dass die Aufgabe für den neuen DFB-Coach alles andere als ein Selbstläufer werde: „Ich glaube, dass die Probleme durchaus auch tiefer liegen.“ Der 57-Jährige fordert Antworten auf grundlegende Strukturfragen. Die Nachwuchsentwicklung und die generelle fußballerische Ausrichtung seien Baustellen, die nicht über Nacht verschwinden. Dennoch traut der Vize-Weltmeister von 2002 dem neuen starken Mann an der Seitenlinie viel zu, da dieser ein enorm erfahrener Fachmann sei, der nachhaltig etwas bewirken könne.

Schweinsteiger sieht immensen Druck auf Klopp

Auch Bastian Schweinsteiger schätzt die Lage überaus realistisch ein. Der Weltmeister von 2014 weiß um die gewaltigen Erwartungen, die nun auf den Schultern des einstigen Erfolgstrainers des FC Liverpool ruhen. Das Team müsse quasi von null an neu aufgebaut werden, betonte der ehemalige Mittelfeldregisseur. Trotz der Mammutaufgabe ist Schweinsteiger überzeugt, dass der 59-Jährige exakt der richtige Mann für die aktuelle Umbruchphase ist. Das große Ziel müsse nun sein, die frische Aufbruchstimmung zu konservieren, um langfristig wieder zur internationalen Weltspitze aufzuschließen.

Feuertaufe in der Nations League steht bevor

Die Rahmenbedingungen für den Neustart könnten tatsächlich kaum brisanter sein. Der ehemalige Head of Global Soccer von Red Bull tritt die direkte Nachfolge von Julian Nagelsmann an, der nach dem blamablen WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay sein Amt niedergelegt hatte. Ausgestattet mit einem langfristigen Vertrag bis 2030, wartet auf den neuen Übungsleiter nun ein straffes Programm. Ende September startet die DFB-Auswahl mit vier wegweisenden Partien in die Nations League. Auf das anspruchsvolle Auswärtsspiel gegen die Niederlande in Amsterdam (24. September) folgt ein Heimauftritt gegen Griechenland in Augsburg. Anfang Oktober gastiert Serbien in München, bevor das Rückspiel im griechischen Thessaloniki die erste intensive Länderspielphase der neuen Ära abschließt.

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