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Der Rekord-Wechsel von Yan Diomande von RB Leipzig zu Real Madrid für bis zu 140 Millionen Euro sorgt weiterhin für hitzige Diskussionen. Trainer-Legende Peter Neururer hat die Rahmenbedingungen des Mega-Deals nun deutlich kritisiert und hinterfragt die enormen Summen im modernen Fußballgeschäft.

Kritik an der 140-Millionen-Ablöse für Diomande

Gegenüber dem Portal Wettbasis äußerte der 71-jährige Kultcoach sein völliges Unverständnis für die finanzielle Dimension des Wechsels. Zwar sei der 19-jährige Ivorer zweifellos ein hochbegabter Spieler, doch die Ablösesumme stehe in keinem Verhältnis zu seiner Erfahrung. Diomande habe erst ein einziges Jahr in der Bundesliga absolviert. Die Sachsen hatten das Talent erst zwölf Monate zuvor als völlig unbeschriebenes Blatt von CD Leganés verpflichtet und streichen nun einen satten Gewinn von rund 100 Millionen Euro ein.

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Sollten alle vereinbarten Bonuszahlungen in Höhe von kolportierten 15 Millionen Euro fließen, avanciert der Youngster zum teuersten Einkauf in der Vereinsgeschichte der Königlichen. Neururer sieht diese Entwicklung skeptisch: Der Markt basiere zunehmend auf fiktiven Dingen und habe längst den Bezug zur Realität verloren.

Zäher Transfer-Poker und Frontalangriff auf die Medien

Der Weg bis zur endgültigen Vertragsunterschrift beim spanischen Rekordmeister glich einem Hürdenlauf. RB Leipzig und Real Madrid lieferten sich ein zähes Ringen um die Modalitäten. Während des wochenlangen Pokers sorgte der Angreifer zusätzlich für Aufsehen, als er bei einem Testspiel aufgrund eines Infekts fehlte und der Mannschaft zunächst nicht in das Trainingslager nach Saalfelden nachreiste.

Dass mittlerweile jeder Zwischenschritt der Verhandlungen öffentlich begleitet wird, stößt Peter Neururer besonders sauer auf. Er kritisierte namentlich Transfer-Experten wie Fabrizio Romano und Florian Plettenberg, die jeden Deal kommentieren würden, auch wenn dieser noch lange nicht in trockenen Tüchern sei. Zu seiner aktiven Zeit als Trainer habe noch eine eiserne Regel gegolten: Sobald Vorabinformationen an die Öffentlichkeit drangen, war ein Transfer in der Regel geplatzt.

Historischer Kontext in der Bundesliga

Trotz der astronomischen Summe für Diomande bleibt ein anderer Transfer an der Spitze des deutschen Fußballs. Den alleinigen Rekord für den teuersten Abgang der Bundesliga-Geschichte hält weiterhin Ousmane Dembélé. Der französische Flügelstürmer wechselte im Sommer 2017 von Borussia Dortmund zum FC Barcelona – ein Deal, der den BVB inklusive sämtlicher Prämien und Boni letztlich bis zu 148 Millionen Euro einbrachte.

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