RB Leipzig entlässt Ole Werner – Demichelis als Nachfolger im Gespräch
RB Leipzig hat sich trotz souveräner Champions-League-Qualifikation überraschend von Cheftrainer Ole Werner getrennt.
Ole Werner ist nicht länger Cheftrainer von RB Leipzig. Trotz der erfolgreichen Qualifikation für die Champions League hat sich der sächsische Bundesligist vom 38-Jährigen getrennt. Nun meldete sich der Ex-Coach über das Karriere-Netzwerk LinkedIn mit einer emotionalen Nachricht an Spieler, Mitarbeiter und Fans zu Wort.
Werner verlässt den Verein laut eigenen Aussagen ohne Groll, bedauert jedoch das Timing der Entscheidung. Diese habe es unmöglich gemacht, sich persönlich von der Mannschaft zu verabschieden. Dennoch blickt der Fußballlehrer äußerst positiv auf seine Amtszeit am Cottaweg zurück. Sein klarer Auftrag, den Klub zurück auf die internationale Bühne zu führen und eine neue, tragfähige Hierarchie in der Kabine zu etablieren, sei vollauf erfüllt worden.
Der 38-Jährige betonte in seinem Statement, dass der Verein wieder auf Kurs sei. Tatsächlich hatte der Übungsleiter vor knapp einem Jahr ein Team übernommen, dem viele Beobachter diesen Umschwung nicht mehr zugetraut hätten. Durch seine Arbeit fand die Mannschaft eine klare Identität, was letztlich mit dem sicheren Einzug in die europäische Königsklasse belohnt wurde. Besonders die Professionalität und Leidenschaft seiner Schützlinge hob er lobend hervor, da diese Eigenschaften das Kollektiv auch durch sportlich schwierige Phasen getragen hätten.
Ein spezieller Dank ging an Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Berichten zufolge hatte sich der Manager im Laufe der Spielzeit gleich zweimal massiv für seinen Trainer eingesetzt und ihn vor einem Rauswurf bewahrt. Letztendlich musste jedoch auch Schäfer dem Druck aus der Red-Bull-Firmenzentrale nachgeben und die Trennung auf Anweisung vollziehen.
Während der scheidende Trainer die aktuelle Situation als Chance zum persönlichen Wachstum begreift und seine sportliche Zukunft zunächst offenlässt, brodelt in Sachsen bereits die Gerüchteküche. Ein Nachfolger wurde offiziell noch nicht vermeldet. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge gilt jedoch der ehemalige Bundesliga-Profi Martin Demichelis als heißer Kandidat für den vakanten Posten auf der Leipziger Bank.
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