7

RB Leipzig hat offenbar seine Wunschlösung für die Nachfolge des abgewanderten Yan Diomande gefunden. Die Sachsen haben sich mit dem belgischen Nationalspieler Diego Moreira vom RC Straßburg mündlich auf einen langfristigen Vertrag bis 2031 geeinigt. Der Wechsel des 22-jährigen Offensivmanns könnte jedoch zu einem echten Geduldsspiel werden, da die finanzielle Hürde enorm ist.

Straßburg ruft astronomische Summe auf

Der Abgang von Diomande zu Real Madrid spülte beachtliche 125 Millionen Euro in die Kassen der Bullen. Diese neuen finanziellen Möglichkeiten sind auch der Konkurrenz nicht verborgen geblieben. Für den pfeilschnellen Flügelstürmer verlangt der französische Ligue-1-Klub stolze 60 bis 70 Millionen Euro. Um diese Dimension einzuordnen: Der einzige Verein in der Bundesliga-Geschichte, der eine solche Summe für einen Außenspieler auf den Tisch legte, war der FC Bayern bei der Verpflichtung von Luis Díaz im Jahr 2025.

Passend zum Thema

Eigentlich hatte sich die sportliche Leitung in Leipzig eine klare Schmerzgrenze von 50 Millionen Euro für Neuzugänge gesetzt. Direkte Verhandlungen zwischen den beiden Vereinen stehen bislang noch aus, was Raum für taktisches Geplänkel lässt.

Senkrechtstarter mit WM-Erfahrung

Dass der junge Belgier in Leipzig ganz oben auf dem Zettel steht, ist die logische Konsequenz seiner jüngsten Leistungen. In der abgelaufenen Saison avancierte Moreira mit 14 direkten Torbeteiligungen in 42 Pflichtspielen zum absoluten Leistungsträger in Straßburg. Seine steile Entwicklung steigerte seinen Marktwert auf 25 Millionen Euro und brachte ihm sogar ein WM-Ticket ein. Auf der größten Fußballbühne der Welt sammelte er beim Sieg der belgischen Auswahl gegen den Senegal wertvolle Spielminuten.

Das Chelsea-Kalkül im Hintergrund

Ein entscheidender Faktor im Transferpoker ist der FC Chelsea. Die Londoner nutzen den RC Straßburg als offiziellen Partnerklub, um Top-Talenten wichtige Spielpraxis auf hohem Niveau zu ermöglichen. Als Moreira einst für 8,5 Millionen Euro von den Blues ins Elsass wechselte, sicherte sich der englische Hauptstadtklub eine Rückkaufoption. Sollten die Gespräche zwischen Leipzig und den Franzosen nun in die heiße Phase gehen, hat Chelsea bei der Zukunft des Offensivjuwels ein gewichtiges Wort mitzureden.

Verwandte Beiträge

Warum Sportwetten-Magazin vertrauen?