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Martín Demichelis hat sein Amt als neuer Cheftrainer von RB Leipzig offiziell angetreten. Bei seiner Vorstellung kündigte der Argentinier eine neue Zeitrechnung für den Bundesligisten an und bezog klar Stellung im laufenden Transfer-Poker um das umworbene Top-Talent Yan Diomande.

Leidenschaft und Offensivdrang: Die Vision des Argentiniers

Für Martín Demichelis erfüllt sich mit dem Engagement in Leipzig ein sportlicher Lebenstraum. Der 45-jährige Südamerikaner machte bei seiner Antrittsrede unmissverständlich klar, für welchen Fußball er steht: Intensität, Leidenschaft und ein mutiges Spiel nach vorne. Der ehemalige Weltklasse-Verteidiger fordert von seiner Mannschaft absolute Aggressivität bei jedem Kontakt sowie eine präsente Körpersprache. Deutschland bezeichnete der neue Übungsleiter dabei als seine zweite Heimat.

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Dass frischer Wind bei den Sachsen wehen soll, unterstrich auch Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer. Er rief mit der Verpflichtung auf der Trainer-Position symbolisch den Startschuss in eine neue Ära aus. Dieser Schritt war aus Sicht der Vereinsführung nötig geworden, nachdem Vorgänger Ole Werner trotz eines starken dritten Tabellenplatzes und der souveränen Qualifikation für die Champions League nach nur einem Jahr seinen Posten räumen musste.

Transfer-Poker um Yan Diomande: RB Leipzig bleibt hart

Gleich zu Beginn seiner Amtszeit muss sich Demichelis mit einer brisanten Personalie auseinandersetzen. Der 19-jährige Ivorer Yan Diomande, einer der größten Marktwertgewinner der vergangenen Monate, drängt auf einen Wechsel. Während der Weltmeisterschaft hatte der Dribbelkünstler öffentlichkeitswirksam seinen Abschied angekündigt und darauf verwiesen, dass sich sein Berater um alles Weitere kümmere. Berichten zufolge besteht bereits eine Einigung mit dem Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain über einen Vertrag bis 2031.

Doch die Leipziger Führungsetage gibt sich unbeeindruckt. Sowohl Demichelis als auch Schäfer pochen auf die Erfüllung des laufenden Arbeitspapiers. Der Offensivspieler solle zunächst seinen Urlaub genießen, müsse danach aber nach Leipzig zurückkehren. Der Verein plant fest damit, junge Spieler wie den Ivorer längerfristig zu entwickeln. Wie ernst es RB meint, zeigt die Ablehnung eines gigantischen Angebots des FC Liverpool: Die Reds blitzten mit einer dreistelligen Millionenablöse ab. Die finanzielle Schmerzgrenze der Sachsen liegt dem Vernehmen nach bei mindestens 130 Millionen Euro.

Der Kader für die neue Saison nimmt Form an

Unabhängig von der Personalie Diomande treibt RB Leipzig die Kaderplanung für die kommende Spielzeit voran. Neben den bereits fixierten Neuverpflichtungen Abdoul Koné und Rocco Reitz steht auch Brajan Gruda vor dem Trainingsauftakt. Der Youngster soll erneut von Brighton and Hove Albion ausgeliehen werden, diesmal versehen mit einer Kaufpflicht. Weitere Transfergerüchte, wie eine mögliche Verpflichtung des französischen Innenverteidigers Maxime Esteve, sind laut Marcel Schäfer derzeit noch nicht spruchreif.

Neben dem Sportlichen scheint auch das zwischenmenschliche Klima im Verein zu profitieren. Tatjana Haenni, Vorsitzende der Geschäftsführung, zeigte sich nach dem ersten persönlichen Aufeinandertreffen mit dem neuen Cheftrainer äußerst angetan von dessen sympathischer und offener Art, die eine völlig neue Energie in den Klub bringe.

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