Eintracht Frankfurt kassiert 0:6 in Leipzig – Hütter zählt Koch an
Nach einer desaströsen 0:6-Pleite bei RB Leipzig brennt bei Eintracht Frankfurt der Baum, Trainer Hütter greift durch.
Roger Schmidt hat den Spekulationen um eine mögliche Rückkehr des ehemaligen Bundestrainers Julian Nagelsmann zu RB Leipzig eine klare Absage erteilt. Der neue Red-Bull-Fußballchef stärkte stattdessen dem aktuellen Cheftrainer Martin Demichelis den Rücken und forderte weitere Siege in der anstehenden Champions-League-Woche.
Nachdem die Sachsen unter Demichelis mit nur zwei Siegen aus vier Bundesligaspielen in die Saison gestartet waren, kamen Gerüchte um eine Rückkehr von Julian Nagelsmann zu RB Leipzig auf. Die Zeitungen „Sport Bild“ und „Sky“ brachten den 39-Jährigen in dieser Woche als potenziellen Nachfolgekandidaten ins Spiel. Dem Vernehmen nach gilt Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff als Befürworter des Ex-Coaches, konkrete Gespräche gab es zwischen dem Verein und Nagelsmann aber offenbar noch nicht.
Am Samstagabend trat Roger Schmidt den Spekulationen im „ZDF-Sportstudio“ jedoch entschieden entgegen. „Wir sind da ganz weit von entfernt. Wir wollen an allen unseren Standorten eine gewisse Kontinuität auf der Trainerposition“, betonte der 59-Jährige. Schmidt hatte erst am 1. Oktober die Nachfolge von Jürgen Klopp auf der übergeordneten Position im Red-Bull-Imperium angetreten und fungiert bei den zugehörigen Klubs als Ratgeber in Trainerfragen.
Den aktuellen Trainer der Leipziger nahm Schmidt explizit in Schutz. Am vergangenen Donnerstag habe er sich erstmals ausführlicher mit Demichelis unterhalten. „Mir hat das gefallen. Ich habe auch Erfahrung mit argentinischen Spielern. Ich mag deren Mentalität. Es ist nicht umsonst so, dass sie in Turnieren immer weit kommen“, erklärte der Funktionär. Argentinier brächten „das gewisse Etwas mit, das man braucht, um Spiele zu gewinnen“. Diesen Eindruck habe er auch bei dem ehemaligen Profi des FC Bayern gewonnen.
Dass im Umfeld des Vereins nach einem durchwachsenen Saisonstart direkt Trainernamen gehandelt werden, sieht Schmidt gelassen. Gerüchte seien „heutzutage normal“, betonte er und fügte hinzu: „Im Fußball muss man solche Themen bearbeiten, wenn man mal zwei Spiele verliert.“ Der jüngste 6:0-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt habe die sportliche Situation zudem deutlich beruhigt.
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den Leipzigern allerdings nicht. Schmidt forderte von Demichelis und seiner Mannschaft, nach dem Kantersieg gegen Frankfurt direkt nachzulegen. Bereits am Dienstagabend tritt RB Leipzig in der Champions League gegen Schmidts Ex-Klub PSV Eindhoven an. „Wir brauchen einen Sieg, denn da haben wir das erste Spiel verloren“, gab der neue Red-Bull-Boss die Marschroute vor.
Im Anschluss warten auf die Sachsen zwei echte Härtetests: In den kommenden Wochen stehen die schwierigen Auswärtsspiele beim FC Bayern München und bei Real Madrid auf dem Programm. Schmidt blickt den Top-Duellen jedoch optimistisch entgegen: „Das Potenzial ist da, bei Bayern und Real gut zu spielen. So viel Zuversicht kann man haben.“
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