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DFB-Sportdirektor Rudi Völler hat sich klar zur Zukunft von Joshua Kimmich in der deutschen Nationalmannschaft bekannt. Auf dem Internationalen Trainer-Kongress in Mainz bestätigte der 64-Jährige, dass der Mittelfeldspieler des FC Bayern München trotz anhaltender Kritik die Binde tragen und eine tragende Säule des Teams bleiben soll.

Gegenwind für Kritiker: Kimmich bleibt der Fahnenträger

In den vergangenen Wochen stand der bisherige Kapitän massiv in der Schusslinie. Für viele Beobachter wurde der Münchner zunehmend zum Gesicht des sportlichen Misserfolgs, da sein erstes großes Turnier im Jahr 2016 mit dem Halbfinaleinzug gleichzeitig sein erfolgreichstes blieb. TV-Experte Dietmar Hamann forderte zuletzt vehement das Aus des Führungsspielers und plädierte dafür, Kimmich keine Rolle mehr in der Nationalelf spielen zu lassen.

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Diesen radikalen Forderungen schob Rudi Völler nun einen Riegel vor und stärkte seinem Schützling demonstrativ den Rücken. Völler geht fest davon aus, dass der erfahrene Profi weiterhin das Team anführen wird. Der Weltmeister von 1990 betonte, Kimmich habe in unzähligen Länderspielen bewiesen, dass er ein echter Fahnenträger und ein herausragender Kapitän sei. Eine große Veränderung auf dieser Position ist für die Verbandsspitze aktuell unvorstellbar.

Jürgen Klopp spürt die Wucht des Bundestrainer-Amtes

Die finale Entscheidung über die Kaderzusammenstellung obliegt seit Freitag offiziell Jürgen Klopp. Neben der Personalie Kimmich äußerte sich Völler auch zu dem unglaublich erfahrenen Trainer, der die Dimensionen seines neuen Postens offenbar bereits zu spüren bekommt.

Laut Völler unterscheidet sich die Arbeit beim DFB fundamental von der bei einer Vereinsmannschaft, selbst wenn es sich um die größten Klubs der Welt handelt. Die Rolle als Nationaltrainer in Deutschland sei ein echtes Riesenpfund. Völler, der diese Erfahrung selbst vier Jahre lang machte und sie laut eigener Aussage auch immer wieder Julian Nagelsmann mit auf den Weg gab, warnte vor dem immensen öffentlichen Druck: Bei jeder Entscheidung rund um Nominierung, Aufstellung oder Taktik würden 80 Millionen Menschen mitdiskutieren. Es sei schlichtweg unmöglich, es allen recht zu machen.

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