Der SC Freiburg darf weiterhin vom internationalen Geschäft träumen. Am 29. Spieltag der Fußball-Bundesliga feierten die Breisgauer einen hart umkämpften 1:0-Auswärtssieg beim 1. FSV Mainz 05. Stürmer Lucas Höler avancierte kurz nach dem Seitenwechsel zum Matchwinner in einem intensiv geführten Duell.

Zähes Ringen nach europäischen Erfolgen

Beide Mannschaften gingen eigentlich mit Rückenwind in die Partie, nachdem sie unter der Woche im Europapokal überzeugende Siege eingefahren hatten. Während Mainz-Coach Urs Fischer nach dem Erfolg in der Conference League weitgehend auf seine bewährte Startelf vertraute, rotierte SC-Trainer Julian Schuster nach dem starken Auftritt in der Europa League gleich auf sechs Positionen. Dies machte sich zunächst in einem verhaltenen Beginn bemerkbar. Auf dem Rasen dominierte das Abtasten, spielerische Highlights blieben in einer sehr zweikampflastigen und durch Fouls unterbrochenen Anfangsphase Mangelware.

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Den einzigen echten Hochkaräter im ersten Durchgang verbuchten die Hausherren. In der 26. Minute fasste sich Stefan Posch aus gut 24 Metern ein Herz und zog wuchtig ab. Freiburgs Schlussmann Noah Atubolu lenkte den Ball mit den Fingerspitzen gerade noch an den rechten Innenpfosten und bewahrte seine Mannschaft vor dem Rückstand. Folgerichtig ging es torlos in die Kabinen.

Ginters Hacke und Hölers Kopfball entscheiden die Partie

Der Bann brach unmittelbar nach dem Wiederanpfiff. Nach einem weiten Einwurf von Johan Manzambi bewies Matthias Ginter ein feines Füßchen und leitete den Ball sehenswert mit der rechten Hacke weiter. Lucas Höler stand goldrichtig und beförderte das Spielgerät aus rund acht Metern per Bogenlampen-Kopfball zur 1:0-Führung für die Gäste in die Maschen (47. Minute).

Die Rheinhessen versuchten prompt zu antworten, doch ein Distanzschuss von Sheraldo Becker stellte Atubolu im Nachfassen vor keine großen Probleme (52.). In der Folge erstickten die Freiburger die offensiven Lebenszeichen der Gastgeber und übernahmen zunehmend die Kontrolle über das Spielgeschehen. Die beste Chance auf die Vorentscheidung vereitelte der Mainzer Torhüter Daniel Batz, der in der 60. Minute stark gegen Manzambi parierte. Da auch Dominik Kohr auf der Gegenseite den Ball nach einer Zufallschance überhastet über den Querbalken setzte, blieb es am Ende beim knappen Auswärtserfolg für den Sport-Club, der damit weiter voll auf Europapokal-Kurs bleibt.

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