Timo Werner verlässt RB Leipzig mit sofortiger Wirkung und schließt sich den San José Earthquakes in der Major League Soccer (MLS) an. Nach zuletzt wenigen Einsatzzeiten in der Bundesliga sucht der 57-malige deutsche Nationalspieler in Kalifornien die Chance auf einen sportlichen Neuanfang.

Abschied mit Döner und Vorfreude auf Kalifornien

Bevor der Stürmer in den Flieger Richtung Westküste stieg, zeigte er sich in Sachsen noch einmal volksnah. Mit einer Runde Döner für das Umfeld verabschiedete sich der Ex-Leipziger endgültig von seinem alten Arbeitgeber. Das Kapitel Bundesliga ist damit vorerst beendet, stattdessen wartet nun der „Sonnenstaat“ Kalifornien auf den Angreifer.

Für Werner geht es bei den San José Earthquakes darum, eine lange sportliche Durststrecke zu beenden. In der laufenden Saison kam der schnelle Offensivmann bei den „Roten Bullen“ lediglich zu drei Kurzeinsätzen und spielte in den Planungen von RB Leipzig keine tragende Rolle mehr. Nun ruhen die Hoffnungen auf dem Tapetenwechsel in den USA.

Bruce Arena fordert Soforthilfe ohne Anlaufzeit

In San José sind die Erwartungen an den prominenten Neuzugang riesig. Trainer-Legende Bruce Arena machte bereits vor der Ankunft seines neuen Schützlings deutlich, dass keine Zeit für Akklimatisierung bleibt. „Er will aus dem Flugzeug steigen und sofort spielen“, so Arena über die Einstellung des Deutschen. Zwar musste Werner zuletzt in Sachsen noch auf sein Visum warten, doch der Coach plant ihn als sofortigen Leistungsträger ein.

Der Pflichtspielauftakt hat es in sich: In der Nacht zu Sonntag (4:30 Uhr deutscher Zeit) treffen die „Quakes“ auf Sporting Kansas City. Die Fans in San José üben bereits die Aussprache von „TEE-mo VER-ner“, der als neuer Anführer im Sturm fungieren soll.

Erfahrung aus Champions League und DFB-Pokal

Trotz des „Karriereknicks“ in den letzten Monaten reist Werner mit breiter Brust in die USA. „Ich bringe den Hunger mit. Ich bringe auch das Wissen und das Selbstvertrauen mit, bereits etwas gewonnen zu haben“, erklärte der Champions-League-Sieger (mit dem FC Chelsea) und DFB-Pokalsieger. Sein Ziel ist klar definiert: Er möchte als Teamplayer vorangehen und den Jungs auf dem Platz helfen.

Wiedersehen mit Thomas Müller in der MLS

Die MLS rückt auch in Deutschland wieder stärker in den Fokus, nicht zuletzt wegen der anstehenden Weltmeisterschaft 2026. Werner trifft in der Liga auf prominente Gesichter. Neben Weltstar Lionel Messi ist laut Berichten auch Thomas Müller Teil der Liga-Attraktionen. Der Ur-Bayer, der hier mit den Vancouver Whitecaps in Verbindung gebracht wird, fiebert dem Saisonstart ebenfalls entgegen: „Auf geht's Whitecaps – 2026 wird ein großes Jahr für uns“, ließ die deutsche Fußball-Ikone via Social Media verlauten.

Für Werner ist dieser Rahmen die ideale Bühne, um sich wieder in den Fokus zu spielen und zu beweisen, dass er seine Torjägerqualitäten nicht verloren hat.

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