Das Rätselraten an der White Hart Lane ist beendet: Igor Tudor übernimmt mit sofortiger Wirkung das Ruder bei Tottenham Hotspur. Der 47-jährige Kroate wurde am Samstag offiziell als Nachfolger des entlassenen Thomas Frank vorgestellt und soll den angeschlagenen Premier-League-Klub bis zum Saisonende als Interimslösung stabilisieren.

Krisen-Feuerwehrmann für den Abstiegskampf

Die Verantwortlichen der Spurs sahen sich zum Handeln gezwungen, nachdem der Verein sportlich massiv ins Straucheln geraten war. Aktuell dümpelt der Traditionsklub aus Nordlondon auf einem enttäuschenden 16. Tabellenplatz herum – weit entfernt von den europäischen Ambitionen. Die logische Konsequenz war die Trennung von Thomas Frank. Der Däne, der erst im Sommer das schwere Erbe von Ange Postecoglou angetreten hatte, konnte die Erwartungen nicht erfüllen.

Nun soll es der erfahrene Tudor richten. Der ehemalige Verteidiger bringt reichlich Expertise aus der italienischen Serie A mit, wo er zuletzt bei Schwergewichten wie Lazio Rom und Juventus Turin an der Seitenlinie stand. Seine Aufgabe ist klar definiert: Er muss den freien Fall stoppen.

Disziplin und Härte: Was Tudor jetzt liefern muss

In der offiziellen Mitteilung des Vereins wird deutlich, was man sich vom neuen Übungsleiter verspricht. Tudor soll die Mannschaft „in der Premier League nach oben bringen“ und vor allem die defensiven Löcher stopfen. Der Auftrag lautet, dem verunsicherten Kader in dieser entscheidenden Phase der Saison wieder „Organisation, Intensität und Kampfgeist zu verleihen“.

Der Protagonist selbst zeigt sich kämpferisch und bereit für die Herausforderung auf der Insel. „Es ist mir eine Ehre, in diesem wichtigen Moment zu diesem Verein zu stoßen“, erklärte der neue Spurs-Coach in einem ersten Statement. „Ich bin mir der Verantwortung bewusst, die mir übertragen wurde.“ Für Tottenham beginnt damit der Kampf um die Rettung einer bisher verkorksten Saison.

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