Die Spekulationen reißen nicht ab und sorgen für Unruhe im Ruhrgebiet: Serhou Guirassy soll einen klaren Karriere-Plan verfolgen, der einen Abschied von Borussia Dortmund bereits im kommenden Sommer vorsieht – das Ziel ist wohl der „letzte große Vertrag“ seiner Laufbahn. Laut einem Bericht der „Bild“ könnte die Zeit des Torjägers im Signal Iduna Park trotz eines bis 2028 laufenden Arbeitspapiers bald ablaufen, da eine Verlängerung aktuell kein Thema ist und nur ein Wechsel die finanziellen Wünsche des 29-Jährigen erfüllen könnte.

Verlockung aus der Wüste: Die Details zum Wechsel-Wunsch

Obwohl der Nationalspieler aus Guinea erst im Sommer 2024 per Ausstiegsklausel für 18 Millionen Euro vom VfB Stuttgart zu den Westfalen stieß, scheinen die Zeichen erneut auf Abschied zu stehen. Der Berater und Bruder des Angreifers soll Guirassy bereits im vergangenen Sommer offensiv bei Klubs in Saudi-Arabien angeboten haben. Während das Interesse europäischer Top-Klubs derzeit eher gering ausfällt, könnte das enorme Gehaltsgefüge in der Wüste zur entscheidenden Verlockung werden.

Brisant für den BVB: Die Dortmunder hätten im Ernstfall wohl keine Handhabe, einen Transfer zu blockieren. Im Vertrag des Stürmers soll erneut eine Ausstiegsklausel verankert sein, die dem Vernehmen nach zwischen 40 und 50 Millionen Euro liegt. Ein finanziell lukratives Trostpflaster für die Borussia, aber sportlich ein herber Verlust, sollte der Leistungsträger tatsächlich Ernst machen.

Torflaute beendet: Guirassy rechtzeitig in Topform

Dass ein Abgang schmerzen würde, beweisen die nackten Zahlen. Nach einer brillanten Debütsaison mit 21 Bundesliga-Toren und 13 Treffern in der Champions League, kämpfte sich der Rechtsfuß in der laufenden Spielzeit 2025/26 aus einem Formtief. Nach starken Auftritten bei der Klub-WM stotterte der Motor zwischen dem 4. und 16. Spieltag gewaltig – lediglich ein einziger Treffer gelang ihm in dieser Phase.

Doch pünktlich zur entscheidenden Saisonphase ist der Knoten geplatzt: Im Februar erzielte der Ex-Kölner fünf Treffer in nur drei Ligaspielen und schraubte sein Konto auf insgesamt 14 Pflichtspieltore in der laufenden Saison. Diese Rückkehr zur alten Stärke ist für die Schwarz-Gelben im Kampf um die Meisterschaft essenziell.

Sebastian Kehl fordert Fokus auf Atalanta und Bayern

Sportdirektor Sebastian Kehl zeigte sich nach dem überzeugenden 4:0-Sieg gegen Mainz 05 erleichtert über die Leistungssteigerung seines Schützlings. „Die Tore hat er sich hart erarbeitet“, betonte Kehl und fügte hinzu: „Zwischendurch hatte er eine Phase, in der er auch leiden musste.“

Der Funktionär stellte klar, dass der Verein „einen sehr guten Serhou Guirassy braucht, um am Ende auch erfolgreich zu sein.“ Dieser Erfolg soll sich idealerweise schon am Dienstag in den Play-offs der Königsklasse gegen Atalanta Bergamo einstellen, ehe in der Bundesliga die Jagd auf den FC Bayern München fortgesetzt wird. Ob Guirassy dann im nächsten Jahr noch das BVB-Trikot trägt, bleibt das spannende Rätsel der kommenden Wochen.

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