Das Hoffen hat ein Ende, doch das Ergebnis ist bitter: Manuel Neuer fällt verletzt aus. Der Kapitän des FC Bayern München hat sich beim souveränen 3:0-Auswärtssieg gegen Werder Bremen einen Muskelfaserriss in der linken Wade zugezogen. Damit fehlt der 39-jährige Routinier dem Rekordmeister definitiv im kommenden Spiel und aller Voraussicht nach auch im prestigeträchtigen Klassiker gegen Borussia Dortmund.

Diagnose bestätigt: Wadenverletzung bremst Routinier aus

Wie der Tabellenführer der Bundesliga nur einen Tag nach dem Erfolg an der Weser offiziell mitteilte, müsse man „vorerst“ auf die Dienste der langjährigen Nummer eins verzichten. Neuer war in Bremen bereits zur Halbzeit in der Kabine geblieben. Zwar nannte der Verein keine exakte Ausfallzeit, doch die medizinische Erfahrung zeigt: Ein Muskelfaserriss ist in der Regel nicht innerhalb von zwei Wochen vollständig auskuriert.

Das Timing könnte für die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany kaum ungünstiger sein. In genau zwei Wochen steht das Giganten-Duell in Dortmund an. Dass der Weltmeister von 2014 bis dahin wieder zwischen den Pfosten stehen kann, gilt als äußerst unwahrscheinlich.

Jonas Urbig im Fokus: Die Stunde des Talents

Durch den Ausfall des Kapitäns rückt nun Jonas Urbig schlagartig in das Rampenlicht. Der 22-Jährige, der Neuer bereits gegen Bremen nach dem Seitenwechsel vertrat, steht vor seiner ersten großen Bewährungsprobe beim Branchenprimus. Sein Startelf-Einsatz im kommenden Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt ist bereits sicher.

Für den jungen Schlussmann bietet sich hier eine riesige Chance, aber auch eine enorme Drucksituation. Sollte Neuer tatsächlich für den Klassiker ausfallen, wird Urbig im wichtigsten Spiel der Rückrunde im Fokus stehen. Fans und Verantwortliche hoffen, dass der Youngster dem Druck standhält und die Defensive stabilisieren kann.

Vorentscheidung im Titelkampf? Die Ausgangslage

Die Verletzung platzt mitten in eine entscheidende Phase der Saison. Aktuell führen die Münchner die Tabelle mit einem komfortablen Polster von sechs Punkten vor dem Verfolger BVB an. Ein Sieg im direkten Duell wäre wohl die Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschale.

Ohne ihren erfahrenen Rückhalt muss die Kompany-Elf nun beweisen, dass sie auch Rückschläge wegstecken kann. Der Ausfall des Leaders schmerzt, doch er bietet dem Kader auch die Möglichkeit, im Kollektiv noch enger zusammenzurücken, um den Vorsprung ins Ziel zu retten.

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