1. FC Nürnberg schlägt Dresden zum Auftakt dank Zoma-Dreierpack
Der 1. FC Nürnberg feiert einen dominanten 3:0-Auftaktsieg gegen Dynamo Dresden, überstrahlt von Zomas Hattrick.
Der VfL Wolfsburg hat zum Auftakt der neuen Zweitliga-Saison einen ersten Dämpfer hinnehmen müssen. Der Bundesliga-Absteiger und haushohe Aufstiegsfavorit kam im heimischen Stadion nicht über ein 0:0-Unentschieden gegen den 1. FC Kaiserslautern hinaus. In einem phasenweise intensiven Spiel ließen beide Mannschaften hochkarätige Chancen auf den Sieg liegen.
Wer ein einseitiges Spiel erwartet hatte, wurde in den ersten Minuten eines Besseren belehrt. Kaiserslautern versteckte sich keineswegs und zeigte eine mutige Anfangsphase. Die Gäste erarbeiteten sich früh exzellente Möglichkeiten zur Führung. Zunächst scheiterte Naatan Skyytä aus kurzer Distanz an Jakub Zielinski (7.), bevor Simon Asta völlig freistehend aus wenigen Metern übers Tor köpfte (13.). Der finanzstarke Absteiger aus Niedersachsen wackelte bei seiner Rückkehr in die 2. Bundesliga bedrohlich, fiel aber nicht, da die Pfälzer diese Schwächephase ungestraft ließen.
Mit zunehmender Spieldauer übernahm die spielerisch überlegene Heimmannschaft jedoch das Kommando. Besonders Muhammed Damar avancierte zum ständigen Unruheherd. Der Angreifer näherte sich dem Tor mit mehreren Distanzschüssen an, scheiterte aber entweder am starken Lauterer Schlussmann Julian Krahl (29.) oder traf nur das Außennetz (33.).
Kurz vor der Halbzeitpause entfachte die Elf von Trainer Tobias Strobl enormen Druck. Die Führung lag in der Luft, als Fabian Reese den Ball mustergültig für Fraser Hornby querlegte. Doch Maxwell Gyamfi verhinderte den sicheren Gegentreffer mit einer spektakulären Grätsche in letzter Sekunde (35.). Als wenig später Hauke Wahl eine Direktabnahme an den Außenpfosten hämmerte (41.), war das torlose Remis für die Gäste mehr als glücklich. Bemerkenswert: Zur Pause verbuchten die Gastgeber 60 Prozent Ballbesitz, ein klares Torschussverhältnis von 11:4 und 6:0 Ecken.
Die Begegnung weckt Erinnerungen an die Spielzeit 1996/97. Damals starteten beide Traditionsvereine ebenfalls gemeinsam in der 2. Bundesliga und feierten am Saisonende den Aufstieg. Während die Niedersachsen in der Folgezeit bis zur Deutschen Meisterschaft stürmten, erlebte der FCK schwere Jahre bis hinab in die 3. Liga. Nun begegnet man sich zumindest tabellarisch wieder auf Augenhöhe.
Trotz der liegengelassenen Chancen zeigten sich beide Trainer nach dem Schlusspfiff aufgeräumt. FCK-Coach Torsten Lieberknecht lobte den Einsatz seiner Mannschaft und erkannte die Klasse des Gegners an: Vor dem Spiel wären wir damit zufrieden gewesen, so waren wir von der Qualität der Torchancen her näher am Sieg. Aber dafür mussten wir viel arbeiten und die Wolfsburger haben gezeigt, warum sie der absolute Topfavorit sind. Sein Gegenüber Tobias Strobl hob die mentale Reife seiner Truppe hervor: Es ist sehr positiv, dass wir nicht kopflos wurden, da kann man schnell auch mit einem 0:1 starten. Wir sind kontrolliert geblieben, das ist ein guter Schritt.
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