RB Leipzig vor HSV-Duell: Castello Lukeba fordert Sieg und Königsklasse
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Titelverteidiger, Copa-América-Sieger und souveräner Erster der Südamerika-Qualifikation: Argentinien reist mit breiter Brust zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Gleichzeitig steht das Turnier für die Albiceleste im Zeichen eines Generationswechsels. Für Superstar Lionel Messi dürfte es der letzte große Auftritt auf der Weltbühne sein. Trainer Lionel Scaloni steht vor der Aufgabe, die WM-Helden von Katar mit hochveranlagten Talenten zu einer neuen, tragfähigen Einheit zu formen.
Seit mehr als 20 Jahren steht Lionel Messi für absolute Weltklasse. 196 Länderspiele, 115 Tore und unzählige spielentscheidende Momente auf Nationalmannschafts-und Klubebene unterstreichen seine Ausnahmestellung auf dem Fußballolymp. In der laufenden WM-Qualifikation kam der Argentinier auf zwölf Einsätze und erzielte dabei acht Treffer, so viele wie kein anderer im Team. Seine Rolle hat sich auf der Zielgeraden seiner sagenumwobenen Laufbahn jedoch gewandelt, die Belastung wird gezielter gesteuert. Am 24. Juni dieses Jahres, mitten in der Gruppenphase der Fußball-Weltmeisterschaft, feiert der argentinische Nationalheilige seinen 39. Geburtstag. Seine fünfte WM wird wohl gleichzeitig auch seine letzte sein.
Während Messi früher oft der alleinige Fixpunkt im Spiel der Südamerikaner war, verteilt sich die Offensivlast heute auf mehrere Schultern. Große Teile der Mannschaft befinden sich in der Blütephase ihrer Karriere. Inter-Kapitän Lautaro Martínez ist als Führungsspieler im Sturm gesetzt, daneben steht mit Julián Álvarez von Atlético Madrid ein lauf- und pressingstarker Angreifer, der in allen 18 Qualifikationspartien auflief. Im Mittelfeld bestimmen die England-Legionäre Enzo Fernández vom FC Chelsea und Alexis Mac Allister vom FC Liverpool den Rhythmus. Ergänzt wird das Gerüst durch Innenverteidiger Cristian Romero von Tottenham Hotspur sowie Rodrigo De Paul, der wie Messi bei Inter Miami unter Vertrag steht.
Hinter den arrivierten Nationalspielern scharen sich zahlreiche Youngster. Dabei stechen zwei Spieler aktuell besonders heraus: Joaquín Panichelli und Nico Paz. Panichelli hat sich beim RC Straßburg Alsace in kurzer Zeit zum absoluten Leistungsträger entwickelt. Der 1,90 Meter große Mittelstürmer erzielte in der laufenden Saison bereits 15 Pflichtspieltore und bringt eine neue physische Komponente in den Angriff der Albiceleste. Der Weg des 23-Jährigen, der trotz seiner Statur über eine herausragende Technik verfügt, führte über River Plate, Alavés und eine 21-Tore-Saison beim spanischen Zweitligisten Mirandés nach Frankreich. Straßburg überwies aus heutiger Sicht schlappe 16,5 Millionen Euro nach Spanien.
Nico Paz ist ein weiteres Gesicht der neuen Generation. Der technisch versierte Offensivakteur stammt aus der Nachwuchsakademie von Real Madrid und sammelte dort erste Erfahrungen im Profikader, ehe er 2024 den Schritt in die Serie A zu Como wagte. Madrid sicherte sich beim Transfer eine Rückkaufklausel, und in Spanien wird zunehmend davon ausgegangen, dass die Königlichen diese Option bereits in der kommenden Sommerpause ziehen könnten.
Ein Blick auf die Zahlen verdeutlicht eine kontrollierte Verjüngungskur. 35 Akteure kamen in der WM-Quali zum Einsatz, 23 von ihnen standen bereits 2022 im WM-Kader. Parallel integrierte Nationaltrainer Lionel Scaloni mehrere Talente der Jahrgänge 2003 bis 2007. Trotz Rotation blieb die Torausbeute mit 31 Treffern in 18 Partien konstant hoch. Ein Bruch ist bei der Albiceleste nicht erkennbar, vielmehr findet eine kontrollierte Staffelübergabe statt.
Auch hinter dem erweiterten A-Kader wächst bereits die nächste Welle heran. In den Juniorennationalmannschaften spielen mehrere Talente, die sich berechtigte Hoffnungen machen, noch auf den WM-Zug aufspringen zu können. Dass der Unterbau funktioniert, zeigte sich zuletzt bei der U20-Weltmeisterschaft: Argentinien erreichte im vergangenen Jahr in Chile das Finale, unterlag dort jedoch überraschend Marokko mit 0:2.
Ein Name, den sich aufmerksame Fußballfans merken sollten, ist Maher Carrizo. Der 20-jährige Flügelstürmer wechselte in der Winterpause für rund sechs Millionen Euro von CA Vélez Sarsfield zu Ajax Amsterdam. Der Schritt in die Eredivisie ist strategisch klug, da Ajax traditionell Spielzeit und Entwicklungsmöglichkeiten für junge Offensivspieler bietet. Carrizo bringt Tempo, Tiefgang und Abschlussstärke mit und zählt in Argentinien seit Längerem zu den begehrtesten Flügelspielern seines Jahrgangs.
Bereits weiter in seiner Entwicklung ist Gianluca Prestianni. Der ebenfalls aus dem Nachwuchs von Vélez stammende Offensivspieler steht seit zwei Jahren bei Benfica Lissabon unter Vertrag. Beim portugiesischen Rekordmeister sammelt er regelmäßig Einsatzminuten und wird behutsam an das Niveau im Profibereich herangeführt. Zudem kam er bereits zu ersten Minuten für die argentinische A-Nationalmannschaft – ein deutliches Signal dafür, dass er perspektivisch eine größere Rolle spielen soll.
Bei den WM Wettanbietern zählt Argentinien zur ersten Verfolgergruppe. Hinter Europameister Spanien sowie den hoch gehandelten Franzosen und Brasilianern wird der Titelverteidiger mit Quoten um 9,00 notiert. Zum Vergleich: Die Deutsche Fußballnationalmannschaft wird aktuell mit einer Weltmeister-Quote um 13,0 geführt.
Die Vorrunde führt Argentinien durch Gruppe J mit Österreich, Algerien und Jordanien. Alles andere als Platz eins wäre eine Überraschung. Gelingt der Gruppensieg, wartet in Miami der Zweite aus Gruppe H mit WM-Topfavorit Spanien und den Nachbarn aus Uruguay. In Messis Wahlheimat würde damit die entscheidende Turnierphase der Fußball-Weltmeisterschaft beginnen, eine Bühne wie geschaffen für den Auftakt zum letzten Tango seiner glorreichen WM-Karriere.
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