12

Die Hoffnungen vieler Fans an der Weser haben sich zerschlagen: Werder Bremen nimmt Abstand von einer Rückholaktion seines ehemaligen Torjägers Niclas Füllkrug. Nach seiner Leihe zum AC Mailand ist die sportliche Zukunft des Stürmers damit offener denn je. Ausschlaggebend für die Bremer Entscheidung sind vor allem die hohen Gehaltsforderungen.

Finanzielle Hürden: Darum platzt der Füllkrug-Deal

Wie die Bild-Zeitung berichtet, haben die Verantwortlichen des Bundesligisten endgültig entschieden, den einstigen Publikumsliebling nicht an die alte Wirkungsstätte zurückzuholen. Der Hauptgrund für die Absage ist wirtschaftlicher Natur: Die klammen Bremer können das Gehalt des Angreifers schlichtweg nicht stemmen.

Passend zum Thema

Aktuell streicht der 33-Jährige bei seinem Stammverein West Ham United dem Vernehmen nach ein fürstliches Salär von rund 4,5 Millionen Euro netto ein. Bei derartigen Summen mitzubieten, übersteigt die finanziellen Möglichkeiten der Norddeutschen deutlich. Stattdessen richtet der Klub den Fokus auf die Zukunft und setzt das Vertrauen in die Neuzugänge Cedric Itten und Kenny Quetant.

Nach Mailand-Leihe: Zukunft des Stürmers völlig offen

Für Niclas Füllkrug bedeutet diese Entwicklung, dass er sich auf dem Transfermarkt anderweitig orientieren muss. Eine Rückkehr zu West Ham United gilt als ausgeschlossen, nachdem die Londoner in der abgelaufenen Saison den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit antreten mussten. Für die Engländer lief der Stürmer zuletzt ohnehin nicht mehr auf.

Im Winter war der Ex-Dortmunder nach Italien zum AC Mailand verliehen worden. Das Abenteuer in der Serie A verlief jedoch durchwachsen: Zwar sorgte er in den ersten Wochen mit dem goldenen Treffer zum 1:0-Sieg für ein echtes Highlight, kam insgesamt aber nur auf drei Einsätze in der Startelf. Die mangelnde Spielpraxis kostete ihn unter anderem den begehrten Platz im WM-Kader.

Eine bewegte Vereinskarriere

Ein Wechsel an die Weser wäre bereits die zweite spektakuläre Rückkehr zu seinem Heimatklub gewesen. Nach seiner fußballerischen Ausbildung in der Bremer Jugend zog es ihn 2014 zunächst zum 1. FC Nürnberg. Über die Station Hannover 96 fand „Lücke“ im Jahr 2019 den Weg zurück ins Weserstadion, bevor er 2023 zu Borussia Dortmund weiterzog.

Mit dem BVB erlebte er eine denkwürdige Spielzeit und erreichte das Finale der Champions League. Im darauffolgenden Sommer musste er jedoch nach der Verpflichtung von Serhou Guirassy seinen Platz räumen und wagte den Schritt auf die Insel zu West Ham. Wo der routinierte Angreifer seine Schuhe in der kommenden Saison schnüren wird, bleibt vorerst ein spannendes Rätsel.

Verwandte Beiträge

Warum Sportwetten-Magazin vertrauen?