Nations-League-Hammer: DFB-Elf trifft erneut auf großen Erzrivalen
Die Kugeln in Brüssel sind gefallen und bescheren Julian Nagelsmann ein brisantes Wiedersehen. Ein alter Bekannter wartet in der Gruppenphase...
Die Entscheidung ist gefallen und das lange Spekulieren vorbei: Oliver Baumann wird bei der kommenden Weltmeisterschaft das Tor der deutschen Nationalmannschaft hüten. Während sich die T-Frage damit überraschend deutlich geklärt hat, blickt Bundestrainer Julian Nagelsmann auf der anderen Seite des Spielfelds in einen Abgrund. Denn während der Kasten sauber bleiben soll, fehlt es vorne an Personal, das für die nötigen Treffer sorgt. Die sogenannte S-Frage entwickelt sich mehr und mehr zum Albtraum für den DFB-Coach.
Lange Zeit galt Marc-André ter Stegen als der logische Kronprinz im deutschen Tor. Doch das Schicksal meinte es nicht gut mit dem ehemaligen Gladbacher. Nach einer sportlichen Odyssee, die ihn beim FC Barcelona ins Abseits und schließlich zum Neustart beim FC Girona führte, hat das Verletzungspech erneut zugeschlagen. Eine Oberschenkel-Operation zwingt ihn zum Zuschauen.
Da auch eine Rückkehr von Rio-Weltmeister Manuel Neuer vom Tisch ist – der Bayern-Keeper bekräftigte seinen Rücktritt mit einem klaren „Ja“ – ist der Weg frei für Oliver Baumann. Der Schlussmann der TSG Hoffenheim hat sich diesen Status durch konstant starke Leistungen in der WM-Qualifikation verdient. Für Nagelsmann ist die Baustelle zwischen den Pfosten damit geschlossen, doch die Ruhe trügt.
Der Blick in die Offensive bereitet dem Trainerstab aktuell massive Kopfschmerzen. Eigentlich sollten hier etablierte Kräfte für Furore sorgen, doch die Realität sieht düster aus. Kai Havertz, einer der Hoffnungsträger, kämpft mehr mit seinem eigenen Körper als mit gegnerischen Abwehrreihen. Nach einer fünfmonatigen Pause durch eine Knieverletzung wird der Offensivallrounder nun von muskulären Problemen ausgebremst.
Zwar handelt es sich wohl um keine langfristige Absenz, doch die Anfälligkeit des Stars ist alarmierend. Ohne Spielpraxis fehlt dem Angreifer der Rhythmus und das nötige Selbstvertrauen, um auf WM-Niveau den Unterschied zu machen. Eine verlässliche Stütze sieht anders aus.
Auch die zweite große Hoffnung im Sturmzentrum erlebt gerade eine harte Landung auf dem Boden der Tatsachen. Nick Woltemade, der nach seinem Wechsel vom VfB Stuttgart zu Newcastle United in der Premier League zunächst einschlug wie eine Bombe, steckt in einer tiefen Krise. Nach fünf Toren in den ersten sechs Spielen und dem schnellen Aufstieg zum Publikumsliebling bei den „Magpies“, folgte der Einbruch.
Seit mittlerweile 14 Pflichtspielen wartet der hochgewachsene Stürmer auf einen Treffer. Der einstige Stammplatz ist futsch, und die Euphorie um „Big Nick“ ist verflogen. Für Julian Nagelsmann bedeutet dies: Seine beiden „Platzhirsche“ sind derzeit weit von ihrer Bestform entfernt.
In einer idealen Welt würde nun die Stunde der zweiten Reihe schlagen. Doch auch hier herrscht Tristesse. Niclas Füllkrug, unter Hansi Flick noch der Retter in der Not, ist mit 33 Jahren weit von seiner WM-Form entfernt und kann die Lücke nicht schließen. Auch Jonathan Burkardt und Tim Kleindienst konnten sich bislang nicht als zwingende Lösungen aufdrängen. Nagelsmann steht vor der WM also vor einem Paradoxon: Das Tor ist sicher, aber wer die Spiele gewinnen soll, steht in den Sternen.
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